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Mängel, Mängel, Mängel – Heimaufsicht führt Untersagungsverfahren gegen Zepernicker Seniorenheim

Das war`s dann wohl. Nachdem noch vor wenigen Tagen darüber spekuliert wurde, ob ein Neuanfang im Zepernicker Seniorenheim auch unter der Führung Gisa Kuhns möglich ist, meldete sich jetzt die Heimaufsicht des Landesamtes für Soziales und Versorgung zu Wort.

Diese teilt mit, dass am 12.07. 2007 gegen die Betreiberin ein Untersagungsverfahren wegen Unzuverlässigkeit der Trägerin sowie wegen Nichtumsetzung behördlicher Anordnungen eingeleitet wurde. Vorrausgehend attestierte die Aufsichtsbehörde „wesentliche Mängel in der Strukturqualität sowie in den Leitungsstrukturen der Einrichtung sowie Mängel in der Qualität, der Planung und Dokumentation der Pflege“. Die Anhörungsfrist bis läuft zum 28.08.2007.

„Sollte die Anhörung ergebnislos verlaufen wird aller Voraussicht nach noch im September der Heimbetrieb gegenüber der Betreiberin untersagt. (…). Es ist beabsichtigt, die Untersagung mit Sofortvollzug zu versehen und für die Abwicklung und Übergabe der Trägerschaft sowie für die damit verbundenen Pflichten gegenüber den Bewohnern eine angemessene, noch zu bestimmende Frist zu setzen.“

Der Versorgung der Senioren droht jedoch offenbar keine Gefahr, soll doch im Bedarfsfall das Grundsicherungsamt des Landkreises Barnim vorübergehend die Trägerschaft des Heimes übernehmen.

Nach Angaben der Märkischen Oderzeitung

haben sich die Gemeindevertreter geeinigt, bereits am 20. August außerplanmäßig eine Sitzung der vier Fraktionsvorsitzenden und von Abgeordneten, die in Sachen Seniorenheim besonders kompetent sind, abzuhalten. Um das weitere Vorgehen abzustimmen. Schließlich sollte ja ursprünglich das Rathaus am 27. August den Abgeordneten nur einen neuen, für die Gemeinde günstigeren Pachtvertrag mit Gisa Kuhn zur Abstimmung vorlegen.
(…)Mittlerweile kursieren unter den Abgeordneten Überlegungen, Gisa Kuhn den für 99 Jahre geschlossenen Erbpachtvertrag für das neben dem Plattenbau gelegene Gelände, auf dem sich das neue, Rotunde getaufte Gebäude befindet, aufzukündigen. Wem von der Heimaufsicht die Fähigkeit abgesprochen werde, im Plattenbau Menschen zu betreuen, dürfe nicht die Rotunde betreiben, wo es u.a. 40 stationäre Pflegeplätze gibt, heißt es. Ganz unabhängig vom Agieren der Heimaufsicht hat der alte Betreiber im Gemeindeparlament wohl jeden Rückhalt verloren.

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