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Finowfurt: Rummelplatz statt Flugmuseum?

menschenschutzgebiet.jpgBeschleunigungsrennen, Wettbewerb um den lautesten Auspuff, Open-Air Konzerte: Das Flugmuseum der Gemeinde Schorfheide brummt.

Doch was so nett als kulturelle Veranstaltung daherkommt, entpuppt sich beim näheren Hinhören als Einladung an alle, ihre Lärmveranstaltungen nach Finowfurt zu bringen.

Nun möchte die Gemeinde den ewigen Ärger mit den Beschwerden betroffener Anwohner ein für allemal los sein und zementiert mit dem „Bebauungsplan Sondergebiet Erlebnispark Luftfahrt und Technik“ die Mutation der Flughistorischen Sammlung zum Rummelplatz. Anwohner, die schon in der Vergangenheit unter dem Lärm der Motoren und Partyveranstaltungen zu leiden hatten, können sich bis zum 29. August bei der Gemeinde Schorfheide im Ortsteil Finowfurt über dieses Vorhaben informieren. Die Gemeinde weist darauf hin, dass jegliche Einwände, die nach diesem Termin eingereicht werden, unberücksichtigt bleiben.

Noch ist Zeit, den Rummelplatz zu verhindern. Laute Technik fasziniert nicht, sie nervt. Ein Flugmuseum ist kein Partyplatz. Kultur geht auch leise.

Foto: Pixelio.de

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18 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Verhindern, verhindern, verhindern…Manchmal möchte man meinen, dies ist kein Blog, sondern der Marktplatz der Dagegen-Front. Aufm Mond soll es sehr ruhig sein und soweit ich weiß, werden da sogar schon Grundstücke angeboten. Kleiner Tipp. Oder die Uckermark soll mittlerweile ein Geheomtipp für Aussteiger sein. Ansonsten sage ich zu den Plänen ja ja ja. Mehr dazu lohnt sich einfach nicht.

  2. @Michael Peukert: Wo sehen Sie hier, dass etwas VERHINDERT werden soll? Ich persönlich bin sehr DAFÜR, FÜR eine saubere Umwelt ohne Importsondermüllverbrennungsanlage, FÜR einen touristisch erschlossenen Barnim ohne Rummelplätze und „Disneyland für Arme“, FÜR den Schutz eines in Deutschland einmaligen Biosphärenreservats, FÜR den Erhalt der Alleen, die unseren Barnim prägen. Wir sind keine Aussteiger, sondern die Menschen, die hier wohnen.

  3. Ich habe noch nie gehört, dass ein Atomkraft-Befürworter neben ein AKW zieht, ein Gentechnik-Freak in einem Genmaisfeld zeltet oder ein Müllverbrennungs-Fan sich in einer Müllverbrennungsanlage häuslich einrichtet. Wie wäre es denn, Herr Peukert, wenn Sie sich – falls der Großflughafen Finowfurt nicht kommt- direkt in Schönefeld,Startbahn Süd, einmieten ? Land ist dort dann sicher superbillig zu bekommen.

  4. Herr Peukert möchte die Bushs und die Schäubles verhindern, Er will HarzIV und Krieg verhindern (verbal wenigstens). Wir sollen aber Umweltzerstörer und Lärmvandalen akzeptieren. Was wären wir ohne die Herr Peukerts, die für uns entscheiden, was man verhindern muss und was nicht…

    P.S,: Ich bin keineswegs für die Schäubles, Bushs oder Krieg.

  5. „Noch ist Zeit, den Rummelplatz zu verhindern…“ Wenn das kein Aufruf zur Verhinderung ist. na dann? Aber ich find es schön, wenn sich hier immer die gleichen Personen gegenseitig verbal „einen runter holen“. Sorry für die vulgäre Ausdrucksweise. Aber jeder, der hier was anderes schreibt, wird doch sofort nieder gemacht. Ich bin auch kein Fan von Techno im Flughafenhangar oder irgendwelchen Rennen auf der Flugfeld. Aber man muss doch mal zur Kenntnis nehmen, dass es auch Menschen gibt, die andere Interessen haben als bei einem Glas Rotwein im stillen Garten zu philosophieren. Die Welt ist einfach mal eine Ansammlung verschiedenster Ansprüche. Und auch denen, die nicht in das „normale“ (was ist normal?) Schema passen, muss hier im Barnim die Möglichkeit gegeben werden, ihren Interessen nachgehen zu können. Und wenn es nunmal lärmende Partys sind, dann bitte schön. Wie gesagt, mein Ding ist das auch nicht. Aber leben und leben lassen. Das erfordert natürlich Tolaranz. Und die vermiss ich hier eben ganz stark.

    @Karl-Heinz: Schöne Aufzählung übrigens, wofür Sie sind. Natürlich klingt es ganz einfach, wenn man für etwas ist, dass sich gegen etwas richtet. Dann sind wir ja alle nur noch PRO. Geht doch.

    Offensichtlich gibts doch für solche Veranstaltungen aufm Flugplatz ´ne Nachfrage. Sonst würde sich das nicht rechnen. Einfaches Prinzip. Und solange dies nicht illegal ist, Menschen dabei Ihren Interessen nachgehen, die Vielfalt im Barnim gepflegt wird (wenn auch nicht jedermanns Geschmack) und niemand wirklich Schaden nimmt (In der Masse gesehen ist das aucg niemand), dann spricht nichts aber auch nichts gegen diese Events.

    Und wer das zu primitiv finet oder wenn es stört, einfach nicht hingehen. Aber dann könnte man ja nicnt dagegen sein. Auch langweilig….

  6. @Harmut

    Übrigens, ich entscheide doch nicht, wer etwas verhindern soll. Aber ich sage meine Meinung, ob das für MICH und nur für mich Sinn macht. Das wird doch noch erlaubt sein, oder? Im Übrigen kennen wir uns wohl zu wenig, um uns gegenseitig ein Bild machen zu können. Obwohl ich denke, dass jeder natürlich schon ein ganz genaues von mir hat. :o)

    @ Dr. Frank Valentin

    Das niemand zusätzliche Belastungen in seinem gewohnten Umfeld gut findet, ist doch klar. Aber die Aussage, dass man der Belastung hinterher zieht (AKW-befürworter zieht zum AKW) ist ja wohl unreichlich reichlich unrealistisch. Da die Belastung ja meist später kommt (man wohnt dort und das AKW soll dann gebaut werden). Aber leider lassen sich Belastungen in unserer Industriegesellschaft nicht vermeiden, sondern nur auf ein für ALLE erträgliches Maß begrenzen. Und wem das nicht passt, dem habe ich den Mond empfohlen. Obwohl es da sicher auch ganz schnell ´ne Bürgerinitative gegen die Strahlung geben würde. :o)

  7. Insbesondere am Beispiel der letzten beiden Beiträge beobachte ich mit Sorge, dass das Diskussionsniveau hier schlechter wird.

    Nicht ganz unabhängig davon frage ich mich: Was hat die Urnen-Werbung des Herrn Dipl.-Ing. Dierk Werner (zum Thema Bio-Urnen – Der saubere Weg in die Ewigkeit?) hier als Kommentar zu suchen? Damit ist für mich die erträgliche Grenze erreicht.

  8. @Michael Peukert: In der Blogosphäre gibt es eine häufig genannte Regel: Don’t feed the trolls! Ich will es trotzdem einmal tun, auch wenn Sie sich durch Ihre Ausdrucksweise selbst disqualifizieren.

    Hier auf dem Blog kommentiert tatsächlich häufig nur ein Personenkreis von 50 bis 100 Lesern. Nach Statistiken kommen auf jeden Kommentator etwa 60 bis 80 Leser, die nicht kommentieren. Und von denen einige sicher mehr Spaß hätten, wenn es Trolle nur auf dem Mond gäbe.

    Woraus schliessen Sie, dass hier irgend jemand etwas gegen Technopartys hat? Wir haben hier mehr als einmal positiv über Raves und Techno-DJs berichtet. Kann es sein, dass Sie das Blog hier mit etwas anderem verwechseln?

    Ich sage es noch einmal deutlich: Hier will niemand etwas verhindern. Aber ein Flugplatz ist kein Rummelplatz. Raves im Hangar sind okay, aber „open Air“ eben nicht.

    @Dr. Andreas Steiner: Ich finde den Urnenverkäufer amüsant. Ich habe das mal stehengelassen als weiteres Beispiel für schlechte Netzkultur. Künftig bekommen solche „Kommentatoren“ umgehend eine Rechnung zugeschickt (siehe Text beim Kommentarfeld).

  9. @Dr. Andreas Steiner

    Also nächster Schritt, um unliebsame Meinungen herabzuwürdigen, oder? Das Niveau sinkt. Köstlich. Im Übrigen meine letzten zwei Kommentare zusammengefasst: Leben und leben lassen, ich will niemanden eine Meinung vorschreiben, sondern meine nur äußern und das Belastungen auf unserem Planeten manchmal nicht vermeidbar sind, sondern in Grenzen auch ertragen werden müssen. Ich betone, in Grenzen!

    @Karl-Heinz

    Ich habe Ihnen nicht unterstellt etwas verhindern zu wollen. Ich bezog mich auf den Eingangsartikel. Und der war doch ein Aufruf zur Verhinderung. Und wenn Sie gegen Raves open air sind, dann ist das Ihre Meinung. Aber hunderte Partygänger sehen das anderes, was ist denn mit der Rechten?? Und immerhin find das doch relativ weit draußen statt. Das sowas nicht mitten im Wald steigen kann ist doch klar. Also wenn es keine gesetzlichen Regelungen gibt, die gegen diese veranstaltungen sprechen (Lärm etc.), dann gibts da ja wohl auch keine Handhabe. Oder?

    Im Übrigen disqualifiziert mich hier gar nix, vielmehr wird es endlich Zeit, dass auch andere Meinungen vertreten werden. Und damit kann man hier wohl nicht leben. Wenn ich manches überspitzt formuliere, dann mag das stimmen. Aber so ist die Wirkung doch noch eine stärkere. Jedem steht es frei, mich eines besseren zu belehren. Aber bislang hab ich hier nichts außer persönlichen Angriffen erlebt.

  10. @Michael Peukert: Der Zweck der Kommentarfunktion meines und unseres Blogs ist die Diskussion der Beiträge unserer Autoren. So können Sie es hier und hier lesen. Dieses Blog hat keinen Platz für Beleidigungen und Belehrungen. Gern lade ich Sie ein, hier mitzuschreiben und sich als Stammautor zu bewerben, wenn Sie hier im Barnim wohnen oder arbeiten und den Barnim so lieben wie wir. Rufen Sie mich einfach an oder senden Sie uns eine Mail.

  11. ok. das „verbal gegenseitig einen runter holen“ nehme ich zurück.

  12. Das gefällt mir. „Don’t feed the trolls“. Das kannte ich noch nicht :-)

  13. Naja so´n Troll ist ja irgendwie auch süß, von daher stimmst. Bin grad mal dem Link von Hartmut auf die Homepage der Luftfahrthistorischen Sammlung gefolgt. Aber da gab es im Veranstaltungsplan keine Hinweise auf lärmende Veranstaltungen der beschriebenen Art. Gut, Live Konzerte unter freiem Himmel (Übrigens: Bell, Book & Candle sehr gute Band), aber kein Techno. Oder sollte das Taschenlampen-Spektakel für die Kinder so störend gewesen sein. Ich erkenne jedenfalls nicht, was gemeint war. Gut, dass es Menschen gibt, die den Veranstaltungskalender bereichern.

  14. Da mich der Flughafen nicht betrifft, ich aber immer offen für Diskusionen bin,habe ich hierzu keinen Kommentar, sondern eine Bitte: Schreiben sie Deutsch.
    Was heißt „Don’t feed the trolls!“?

  15. @Hella: Folgen Sie einfach dem Link -Entschuldigung- der Verknüpfung, die ich oben in meinem Kommentar angab. Dort ist das englische Sprichwort erklärt und es gibt auch passende Fotos dazu.

  16. Ich finde es gut, wenn der Jugend durch Open-Airs etc. Abwechselung im tristen barnimer Alltag geboten wird. Auch wird gerade der Tourismus in der Region durch solche Events angekurbelt. Mit nur Natur und Seen ist heut halt nichts mehr zu holen. Da der Barnim eine Industrieschwache Region ist, stellt der Tourismus einen wichtigen Wirtschaftsektor innerhalb des Kreises dar und sollte eben durch solche Events forciert werden. Ich verstehe die Leute nicht, die sich gerade gegen Investitionen zum Ausbau des Flughafens aussprechen. Schließlich sollte man froh sein, dass überhaupt mal im Barnim investiert wird. Solange es nicht bei Luftschlössern, bei denen Investoren noch nach Baubeginn abspringen, bleibt, befürworte ich gerade in Bezug auf die Arbeitslosigkeit den Ausbau des Flughafens.

  17. Bekommt die Stadt nicht sogar noch Geld (Steuereinnahmen) für solche Großveranstalltungen? Das ist doch sicher besser, als wenn das Gelände garnicht genutzt wird und nur immer diskutiert und abgestimmt wird.
    Es gibt auch andere Orte, wo es „etwas“ lauter zugeht. In Biesenthal findet an diesem Sonnabend wieder die „Rockende Eiche“ statt. Da spielen auf dem Kulti-Gelände bis in die Nacht Nachwuchsbands. Mal mehr und mal weniger gut, aber auf jedenfall laut. Das kurbelt zwar keinen Tourismus an, ist aber eine von Jugendlichen für Jugendliche organisierte Veranstaltung. Also wünschen wir der Jugend schönes Wetter, ich kaufe mir jetzt Ohropax