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Alle Artikel im Juli 2007

Werbestrategen planen es, Medienmacher wissen es, Stars und Sternchen leben es: Eine schlechte Presse ist besser als gar keine Presse.

Im sonst so biederen Barnim existiert zumindest eine Vereinigung die dieses Prinzip voll verinnerlicht hat: unser CDU-Kreisverband. Ein Besuch der Homepage ist daher immer ein lohnendes Erlebnis. Nach freundlicher Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Hans-Joachim Bernhardt fällt dem geneigten Betrachter schnell die Rubrik „Presseberichte“ ins Auge. Und die wirkt zum Teil, als hätte Hiob persönlich sie zusammengestellt.
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Wer in diesen Tagen den Regionalexpress RE3 benutzt hat, der den Barnim mit der Ostseeküste und dem Süden Brandenburgs verbindet, hat vielleicht schon eine kleine “Abkühlung” bemerkt. Denn vor kurzem sind drei der fünf Züge, die die Stralsund-Relation bedienen, gegen neue klimatisierte Züge der Baureihe RE160 RE140 ausgetauscht worden. Die 160 steht für die zulässige Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge, die aber auf unserer Stettiner Bahn noch nicht ausgeschöpft wird.
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Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das einzigartige Schutzgebiet Lakomaer Teiche“ heute zur Abbaggerung freigegeben. Möglich wurde dies u.a. durch die Aufhebung des Status als Landschutzschutzgebiet, die „Umweltminister“ Dietmar Woidke in der vergangenen Woche verfügte.

Während Vattenfall frohlockt, stehen viele Menschen fassungslos vor der Tatsache, dass die Gewinnmaximierungswünsche eines Konzerns sich über verbleibende rechtlichen Zweifel hinwegsetzen konnten.
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SAMSTAG! Endlich Wochenende! Zeit um auszuspannen von der ersten Klausurenwoche oder dem stressigen Job. Lässiges Flanieren durch den Innenhof des schicken Paul-Wunderlich-Hauses in Eberswalde. Das Wetter ist angenehm, nicht zu kalt, ein leichter Wind.
Was für ein schöner Vormittag, wenn da nicht diese 1000 hupenden, blumenbehangenen Karossen wären. Ein dicklicher, schwitzender Bräutigam winkt vom Rücksitz einer dunklen Limousine. Ob er wohl ahnt, wie das aus der Passanten-Perspektive aussieht?
Irgendwie eingeengt. Man kann ihm nur wünschen, dass der Weg zum grossen Fressen mit Freunden und Familie nicht allzu weit ist und er sich bald wieder seine lackbeschuhten Füße vertreten kann.

Es gibt auch Brautleute, die in voller Montur (an ihrem Hochzeitstag!) erstmal in den neuen Rossmann stiefeln. Was wollen die da? Sekt für 2,99? Kekse für 99 Cent?

Mein Kommentar: Die Innenstadt ähnelt einem Pariser Catwalk, wobei der zwerchfellerschütternde Lärmpegel eher an Rom oder Indien erinnert. Ohne den Lärm ein hübscher Anblick, meinen Glückwunsch!

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Im Land Brandenburg hat sich eine Initiativgruppe gegründet die den schrittweisen Ausstieg aus der Braunkohleförderung per Gesetz erreichen will. Neue Tagebaue und Kohlekraftwerke wird es, den Plänen nach, ab sofort nicht mehr geben.
Zu den Initiatoren zählen BUND, Nabu, Lacoma und Grüne Liga, der Landesverband der Grünen, Mitglieder der Linken und der evangelischen Kirche.
Ob Die LINKE das Vorhaben als Partei unterstützt entscheidet sich erst im September. Landeschef Thomas Nord will zunächst die Ergebnisse einer klimapolitischen Tagung abwarten.

Ein Treffen der Klimaschützer findet heute in Cottbus statt.
Was im Anschluss passieren soll beschreibt die „Märkische Allgemeine“ wie folgt:

Zunächst sind für die Volksinitiative 20 000 Unterschriften nötig. Dann muss sich der Landtag mit dem Gesetzentwurf beschäftigen. Lehnen SPD und CDU mit ihrer Mehrheit ab, womit zu rechnen ist, folgt ein Volksbegehren. Dazu müssten innerhalb von vier Monaten 80 000 Unterschriften gesammelt werden. Verweigert der Landtag dem Begehren erneut die Zustimmung, findet ein Volksentscheid statt. Dieser hat Erfolg, wenn eine Mehrheit dafür ist, die mindestens ein Viertel der Wähler umfassen muss.“

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Berlin und Brandenburg haben sich heute auf einen neuen Landesentwicklungsplan verständigt.
Bemerkenswert und erschreckend zugleich:
Die Verdichtung des Berliner Umlandes soll unbegrenzt vorangetrieben werden. Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen kritisiert den Entwurf

Behm befürchtet eine beliebige Ausbreitung der Siedlungsräume im Berliner Umland auf Kosten von Grün- und Ruhezonen. Nach LEP B-B darf auch dort in Kommunen gebaut werden, wo in Bebauungsplänen noch nicht ausgeschöpfte Wohnungsbaupotentiale existieren. Im Gegensatz hierzu wäre es möglich gewesen, alle Gemeinden gleich zu behandeln, und vom Bestand aus die zukünftige Entwicklung zu planen. In den Plänen gibt außerdem keinen Entwicklungsbonus für Gemeinden mit Schienenhaltepunkten.
Das Infrastrukturministerium informierte kürzlich zum Inhalt des LEP B-B: „Die Siedlungsentwicklung in den Zentralen Orten unterliegt grundsätzlich keiner quantitativen Begrenzung durch den LEP B-B.“ (MIR Aktuell 01/07)

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Wir bloggen den BarnimSpam ist eine Landplage. Wir vom Barnim-Blog bekommen pro Woche etwa 500 Spamkommentare, die meist von automatischen Routinen aus aller Welt verschickt werden. Die Inhalte sind voller Links auf Seiten über Vagria, Pnseivrleägnrenug, Csniao, Stpirpeokr usw. Würden wir keine Vorkehrungen treffen, sähe es hier ziemlich pornografisch aus.
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Die 500jährige Choriner Kroneneiche, ein Naturdenkmal in der Revierförsterei Senftenthal, ist abgestorben, wie die Märkische Oderzeitung berichtet. Doch was passiert nun? Siebzehn Festmeter Eichenholz soll sie liefern, Intarsienholz für China womöglich.

Dr. Andreas Steiner aus Finow schrieb dazu einen Leserbrief an die Märkische Oderzeitung, den das Barnim-Blog mit freundlicher Genehmigung ungekürzt veröffentlicht.

[Update 5. Juli 2007 14:20] Wie das Barnim-Blog von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Barnim erfuhr, besteht keine Veranlassung zur Sorge. Von Seiten des Landesforstbetriebes liegt bei der UNB kein Fällantrag für die Kroneneiche vor, was bei Beseitigung eines Naturdenkmals aber zwingend erforderlich wäre. Die UNB bezweifelt, dass die Forstleute überhaupt die Absicht haben, den Baum zu fällen. [Ende des Updates]

Mein Kommentar dazu: Auch ich habe den Artikel in der MOZ so verstanden, als wenn die Fällung bevorstünde. Schön, wenn es nicht so wäre.

Leserbrief an die Märkische Oderzeitung, Dr. Andreas Steiner, 4. Juli 2007
Abgestorbene Kroneneiche als Biotopbaum stehen lassen

Wenngleich die 17 Festmeter des hochwertigen Holzes der abgestorbenen Choriner Kroneneiche einen hohen ökonomischen Wert darstellen, würde ich es begrüßen, wenn man dieses Naturdenkmal in seiner Funktion als Biotopbaum stehen lassen würde. Die europäische Biodiversitäts-Konvention und das europäische Schutzsystem NATURA 2000 haben dazu beigetragen, dass der Erhalt alter Bäume und des Totholzes in forstliche Zielsetzungen Eingang gefunden hat. Dennoch sind viele Wälder aufgrund einer zunehmend intensiven Forstwirtschaft sehr arm an solchen Strukturen.
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Aus Eberswalde erreichte uns heute die Nachricht, dass im neuen Kreishaus inzwischen drei Personen die Treppe heruntergestürzt sind. Waren die Betroffenen noch trunken von der Eröffnungsfeier, oder handelt es sich um „einen baulichen Griff ins Klo“?

Nicht auszudenken, wenn „uns Kanzlerin“ am Sonntag gestrauchelt wäre!

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Dem Zepernicker Seniorenheim steht möglicher Weise ein Führungswechsel bevor.
Dies erklärte Panketals Bürgermeister Rainer Fornell gegenüber der Märkischen Oderzeitung.
Im Streit um einen neuen Pachtvertrag will die Verwaltung, nach der im März erfolgten Kündigung offensichtlich einen Schlussstrich ziehen.
Bereits im Vorfeld gab es zwischen Gemeinde und der Geschäftsführung des Heimes diverse „Scharmützel“ die sich z.B. um die eingeschränkte Nutzung von Parkflächen rankten.
Primärer Grund für die geplante Neuausschreibung des Objektes sei jedoch, so Fornell, dass Geschäftsführerin Gisa Kuhn die verwaltungsseitig eingeräumte Erklärungsfrist habe verstreichen lassen. Man müsse daher davon ausgehen, „dass sie kein Interesse an einem weiteren Betrieb hat.”
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