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Der „Rosa Riese“ bringt weiter Unheil über die Märkische Heide

Kein Anschluss unter dieser Nummeroder „Der Versuch bei der Telekom zu bleiben“ (Foto: Pixelio.de)
Von falschen Rechnungen, über mehrfach berechnete Hardware, bis hin zu Sprachlosigkeit in den Callcentern nimmt man den normalen alltäglichen Stress mit der Telekom heutzutage ja kaum noch als solchen wahr. Deshalb überraschte es dann doch, dass bei einem Wohnortwechsel in unmittelbarer Nachbarschaft unter Beibehaltung eines Telekom-Basis-Anschlusses 60 Euro fällig werden sollten. Diese Forderung gleicht dem im tiefsten Mittelalter gängigen Raubrittertum. Dennoch sollte es nun dieser Anschluss sein. Da ich auf diesen Anschluss eine 1&1-Flatrate draufgesetzt hatte und noch ein Jahr an diesen Vertrag gebunden war/bin wollte ich solange noch auf die Telekom zurückgreifen.

Am 05.05.2007 beantragte ich nun den gewünschten analogen Telefonanschluss bei der Telekom. Daraufhin bekam ich von der Telekom ein Schreiben, in dem mir die neue Telefonnummer und gleich auch ein Techniker-Termin zur Freischaltung des Anschlusses mitgeteilt wurde. Leider „vergaß“ die Telekom, in diesem Schreiben mitzuteilen, dass ich dem Techniker Zugang zur Telefonanlage gewähren muss. Da ich in einem Mietshaus wohne, hat nur der Hausmeister Zugang zur besagten Anlage. Der Techniker erschien also am 18.05. völlig umsonst. Daraufhin rief ich nachmittags im Callcenter der Telekom an und bat um einen neuen Termin. Dieser Termin wurde mir für den 29.05.07 zugesagt. Mir wurde übrigens am Telefon gesagt, dass der Techniker zwischen 8 Uhr und 12 Uhr vor Ort erscheinen wird. Das 4stündige Warten war wieder völlig umsonst, da der Techniker sich nicht meldete. Was folgte war am 29.05. ein Anruf bei der Telekom, die Nachricht, dass gar kein Termin für den 29.05 vermerkt wäre und ein neuer Termin für den 07.06.07. Diesmal gab ich für evtl. Rückfragen auch meine Handynummer an. Wieder kam und rief niemand bei mir an, obwohl das später behauptet wurde, aber widerlegt werden konnte. Also rief ich mal wieder beim „Rosa Riesen“ an und wurde auf einen Anruf des Technikers am nächsten Tag vertröstet.

Bis zum 20.06.07 wartete ich vergeblich. Der Hammer kam bei einem folgenden Telefonat mit der Technik-Abteilung. Mir wurde mitgeteilt, dass mein Anschluss doch schon längst freigeschaltet wurde, es läge nur ein Defekt ca. 1200 m vor meinem Anschluss vor, der erst noch behoben werden müsse. Außerdem könne man den Anschluss doch ohne Vororttermin freischalten. Mir scheint die Erklärung eines Defekts fadenscheinig zu sein. Zusätzlich kam mal wieder die Aussage, dass der Techniker doch schon vor Ort gewesen sei, ich wäre aber nicht anzutreffen gewesen.

Nach über einem Monat des vergeblichen Wartens schickte ich am 21.06. der Telekom per Fax (natürlich von einem Fremd-Anschluss) einen Widerruf meines Antrages. Nun folgte eine SMS mit der Bestätigung der Fehlerbeseitigung und eine mit der Aufforderung um Rückruf. Die Callcenter-Mitarbeiterin wusste dann jedoch nichts von irgendwelchen Rückfragen, wollte mich sogar mit der Debitoren-Abteilung verbinden?! Am 02.07.2007 schickte ich nochmals einen Widerruf meines Auftrages per Einschreiben/Rückschein ab. Am 06.07. bekam ich einen Anruf von der Telekom. „Guten Tag, Deutsche Telekom. Ich wollte mal fragen, ob Sie noch einen Techniker brauchen.“

Die Antwort kann sich an dieser Stelle wohl jeder Leser denken. Was bleibt sind zwei Monate nervenaufreibende Zeitverschwendung, hohe Handyrechnungen, ein nicht nutzbarer 1&1-Internetanschluss und abschließend die Entscheidung, komplett zur direkten Konkurrenz zu wechseln.

Vielleicht hat noch jemand mit dem „Rosa Riesen“ oder auch der Konkurrenz ähnliches erlebt. Allerdings dürfte es im Barnim die Konkurrenz aufgrund der Festnetz-Gegebenheiten wohl schwerer haben als in Großstädten.

Geht man davon aus, dass Selbständige und Freiberufliche auf Telefon, Fax und Co. besonders angewiesen sind und im Nordosten Brandenburgs mehr als in anderen Regionen eine Nichtverfügbarkeit die Existenz gefährden kann, macht dieser fehlende Service sehr nachdenklich. Aber möglicherweise geht es den Selbstständigen ja besser …? Eine zügige Abwicklung solcher Aufträge (z. B. für Selbstständige) könnte auch eine Art von Wirtschaftsförderung sein.

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