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Eine Frage der Präsenz? – CDU-Barnim setzt auf Negativpresse

Werbestrategen planen es, Medienmacher wissen es, Stars und Sternchen leben es: Eine schlechte Presse ist besser als gar keine Presse.

Im sonst so biederen Barnim existiert zumindest eine Vereinigung die dieses Prinzip voll verinnerlicht hat: unser CDU-Kreisverband. Ein Besuch der Homepage ist daher immer ein lohnendes Erlebnis. Nach freundlicher Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Hans-Joachim Bernhardt fällt dem geneigten Betrachter schnell die Rubrik „Presseberichte“ ins Auge. Und die wirkt zum Teil, als hätte Hiob persönlich sie zusammengestellt.

Eine kleine Auswahl gefällig? Bitteschön!

  • CDU-Streit um Vizesprecher
  • So darf es nicht weitergehen
  • So kann es nicht bleiben
  • CDU-Chef kommt ins Schlingern
  • Neue Grabenkämpfe in der CDU
  • Ex-Stasi IM war Vorsitzender in Ethik-Komission
  • Ohne Profil in der Provinz
  • Die CDU ermittelt gegen die CDU

Zugegeben, die Barnimer Christdemokraten „borgen sich die Skandälchen“ großteilig beim Landesverband. Aber immerhin handelt es sich hier auch nur um eine Auswahl der Monate Juni und Juli 2007.

Und, die Presseberichte sind weder kommentiert noch bearbeitet. Das wirkt so edel und aufrichtig, dass man glaubt, aus der Ferne Kirchengesänge zu vernehmen. Zur „Ehrenrettung“ der Kreisunion sei zusätzlich betont, dass es ein gewisses Eigenpotential durchaus vorhanden ist. Allerdings ist das „Hauen und Stechen“ um die letzte Vorstandswahl schon wieder ein wenig in Vergessenheit geraten.

Die übrigen Parteien des Kreises verfolgen offensichtlich eine andere Strategie und bieten, was sie selbst angeht, überwiegend Beschauliches. Selbst Barnims Sozialdemokraten versäumen es ihren „Trumpf“, die peinliche und unverständliche Abberufung Dr. Andreas Steiners aus dem Umweltausschuss, auszuspielen (auch in diesem Fall kann übrigens der CDU-Pressespiegel aushelfen).

Ein Mitarbeiter einer großen deutschen Nachrichtenagentur sagte einmal sinngemäß zum öffentlichen Wirken von „CDU-Stimmungskanone“ Sven Petke:

Petkes Beiträge enthalten oft viel heiße Luft und gelegentlich auch jede Menge Unfug.
Aber er ist präsent, offensiv und fast allgegenwärtig.

Dass ein Spiel mit dem Negativimage ein gewisses Interesse bindet, mag nicht zuletzt unser kleiner Beitrag beweisen.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ist doch interessant, sind halt wahre Demokraten!
    Vielleicht denkt die Kreisunion, dass die Leser schon zwischen den verschiedenen Partei-Ebenen unterscheiden kann. Und die Findeis-IM-Tätigkeit ist auch eine Angelegenheit der Bernauer Unionisten, die sich da gut auskennen.