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Der Hochzeits-Wahn am 7.7.07

SAMSTAG! Endlich Wochenende! Zeit um auszuspannen von der ersten Klausurenwoche oder dem stressigen Job. Lässiges Flanieren durch den Innenhof des schicken Paul-Wunderlich-Hauses in Eberswalde. Das Wetter ist angenehm, nicht zu kalt, ein leichter Wind.
Was für ein schöner Vormittag, wenn da nicht diese 1000 hupenden, blumenbehangenen Karossen wären. Ein dicklicher, schwitzender Bräutigam winkt vom Rücksitz einer dunklen Limousine. Ob er wohl ahnt, wie das aus der Passanten-Perspektive aussieht?
Irgendwie eingeengt. Man kann ihm nur wünschen, dass der Weg zum grossen Fressen mit Freunden und Familie nicht allzu weit ist und er sich bald wieder seine lackbeschuhten Füße vertreten kann.

Es gibt auch Brautleute, die in voller Montur (an ihrem Hochzeitstag!) erstmal in den neuen Rossmann stiefeln. Was wollen die da? Sekt für 2,99? Kekse für 99 Cent?

Mein Kommentar: Die Innenstadt ähnelt einem Pariser Catwalk, wobei der zwerchfellerschütternde Lärmpegel eher an Rom oder Indien erinnert. Ohne den Lärm ein hübscher Anblick, meinen Glückwunsch!

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4 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ich traute heute ebenfalls meinen Augen nicht. Ich fuhr in Bernau am Restaurant „Zum dreckigen Löffel“ (Name geändert) vorbei. Dort habe ich noch nie eine Hochzeitsgesellschaft gesehen. Aber heute!

  2. Ich erinnere mich noch gut selbst ziemlich schwitzend (boah war das aufregend) in einer Hochzeitskarosse gessessen zu haben.
    Allerdings haben damals die Passanten (es gab grad eine längere Rot-Phase) von sich aus sehr auffällig gewunken.
    Das hatte folgenden Hintergrund.
    Nach Trauung und Kaffetrinken musste meine liebe Gattin aus organisatorischen Gründen als erste zur vorgesehenden Party-Location fahren. Ihren Platz neben mir nahm ein guter alter Freund ein, der so nett war den Brautstrauß zu behüten.
    In Verbindung mit dem kurz zuvor (im Jahre 2001) verkündeten Gesetz über eingetragene Lebenspartnerschaften für gleichgeschlechtliche Beziehungen hielten die Umstehenden die 2 bärtigen Typen halt für eines der ersten diesbezüglichen Brautpaare.
    Die wirklich freundlichen Reaktionen fand ich aber dennoch sehr nett.
    Was der Run auf „außergewöhnliche Eheschließungsdaten angeht“ vermute ich eher pragmatische Gründe. Ob man sich allerdings wirklich nachhaltiger an den Hochzeitstag erinnert wenn das „Datum stimmt“ wage ich (erst recht wenn die Beziehung irgendwann „abkackt) sehr zu bezweifeln.
    Dennoch meine herzlichsten Glückwünsche an alle die sich „getraut haben“.

  3. ;-) Vielleicht hatte die braut ne Laufmasche in in der Strumpfhose, oder Lippenstift vergessen, weiß der Geier, da kann einem ja als Frau ne Menge einfallen, was man noch brauchen könnte :-D Haarspangen, Deospray, weil geschwitzt vor lauter Aufregung ;-) Aber auf jeden Fall ein lustiger Anblick, den auch die Damen bei Rossmann gewiss nicht alle Tage haben.

  4. Natürlich ist zu dem Datum mal mehr los als gewöhnlich – das ist doch klar. So einen Termin für eine Hochzeit gibts nur einmal im Jahr. Da unser Sohn an dem Tag auch geheiratet hat haben wir die Hektik gut mitbekommen. Arme Standesbeamte.