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„Umweltschützer“ in der SPD Bernau?

Das ist schon ziemlich infam. Der SPD-Ortsverein Bernau tut sich plötzlich als „Klimaschützer“ hervor. Diesen Eindruck kann man zumindest bekommen, wenn man die heutige MOZ aufschlägt und den Beitrag „Klima-Film läuft in Panketal“ liest. Dort heißt es:

Al Gore, amerikanischer Ex-Vizepräsident und heute Umweltaktivist, hat in einem Aufsehen erregenden Film dargestellt, wie wir den Klimawandel persönlich erleben und was wir selbst für den Schutz des Klimas tun können. Vor diesem Hintergrund hatte der Ortsverein der SPD Bernau bereits einmal alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer kostenfreien Vorstellung des Al-Gore-Films „Eine unbequeme Wahrheit“ eingeladen.

Petra Bierwirth, die für Alleenrodung und Sondermüllverbrennung im Barnim eintritt und Parteiverfahren gegen Naturschützer in den Reihen der SPD anstrengt, auf den Spuren von Al Gore? Ein SPD-Ortsverband, der nichts gegen die geplante Abholzung von 700 Ahornbäumen unweit von Bernau getan hat, plötzlich geläutert?

Ich glaube das nicht. In meinen Augen ist das scheinheiliger Populismus der Bernauer SPD. Man geht weit vor den Wahlen schon mal auf Dummenfang.


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6 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Umweltpopulismus zum Stimmenfang. Ganz offensichtlich!

    Wo blieb und bleibt der Protest der SPD Bernau, nicht nur gegen die geplante Rüdnitzer Alleenabholzung, sondern auch gegen die Baumverstümmelungen in Ladeburg?, siehe:
    MOZ: Verstümmelte Bäume in Lebensgefahr

    In diesem Fall ist die “Unbequeme Wahrheit”, dass die SPD Bernau den Klüngel vor Ort und in den eigenen Reihen bekämpfen muss, anstatt schön bequem mit dem Strom zu schwimmen. Was unterscheidet das Verhalten dieses Ortsvereines von DDR-Zeiten? Für wie dumm hält die SPD Bernau ihre Wählerschaft? Glaubt sie, dass wir ihr das abkaufen?

    Jetzt kann die SPD Bernau beweisen, wie glaubwürdig sie ist. Ich erwarte in den nächsten Tagen von den Genossinnen und Genossen eine Stellungsnahme zur Baumverstümmelung in Ladeburg!

  2. Pingback: University Update - Al Gore - “Umweltschützer” in der SPD Bernau?

  3. Ladeburg ist ja leider nur ein einziges bekanntgewordenes Beispiel, weil die MOZ kritische Leserbriefe nicht mehr veröffentlicht. Ähnliche Aktionen gab es auch den Linden in Schönow an der Straße zum Friedhof. Da es unsere „ehrenamtliche“ und völlig inkompetente Dorfverwaltung mit A. Reimann an der Spitze nicht interessiert, was hier passiert: Kann mal von irgend jemanden einen Musterbrief mit einer Anzeige wegen Sachbeschädignung bekommen.

  4. @Dr. Valentin
    Sicherlich sind Presse und Öffentlichkeit im Zuge der Alleengeschichte in Rüdnitz etc. nun mehr sensibilisiert. Ladeburg und Fredersdorf sind die jüngsten Fälle, wo Baumverstümmelungen durch die MOZ Publik gemacht wurden.

    So kann ich derzeit nicht behaupten, dass die MOZ einseitig schreibt und keine kritischen Leserbriefe veröffentlicht. Auch dieser MOZ-Artikel über die Lindenkappungen in Ladeburg Verstümmelte Bäume in Lebensgefahr
    ist kritisch, gut recherchiert und beschrieben.

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