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Mit Aufklebern gegen Vandalismus

Die CDU-Fraktion Panktals will gegen Vandalismus vorgehen und hat eine entsprechende Antragsvorlage entworfen. Im Rahmen der Gemeindevertretersitzung am 25.06.2007 soll folgendes beschlossen werden:

Der Bürgermeister wird beauftragt, an jeder Scheibe von Fahrgastunterständen (FGU), die wegen voran gegangenem Vandalismus ersetzt werden muss, einen Aufkleber mit folgender Inschrift
anbringen zu lassen:
„Gegen Vandalismus!
Hier wurde eine Scheibe mutwillig und sinnlos zerstört. Für den Ersatz mussten die Bürgerinnen und Bürger Panketals 300 Euro bezahlen. 300 Euro, die man auch anders hätte ausgeben können: für Schulen, Kitas, Sport- und Spielplätze, Jugendfreizeiten. Blinde Wut und Zerstörung schaden uns allen – denken Sie daran!

Und für Hinweise:
Gemeinde Panketal, Ordnungsamt, Schönower Straße 105, 16341 Panketal, sowie Telefonnummer und E-Mailanschrift“

Begründung:
Seit der Mitteilungsvorlage PMV 58/2007 vom 11. April 2007 sind weitere Fälle von Vandalismus an Fahrgastunterständen (FGU) vorgekommen. Die Aufkleber mit der Inschrift sollen die Täter von weiterem Vandalismus abhalten und zugleich über das Problem informieren. In der Bevölkerung soll das Bewusstsein dafür geweckt und geschärft werden, dass die Schäden nicht irgend jemanden, sondern die Gemeinde Panketal, letztlich deren Bürgerinnen und Bürger treffen. Auf diese Weise wird hoffentlich auch erreicht, dass Zeugen nicht „wegschauen“, wenn Vandalen zu Werk gehen. Finanzielle Auswirkungen: ja, aber gering. Kosten können aus HHSt 63000.51020 gedeckt werden.


Das ist sicher gut gemeint, zumal Sachbeschädigung im „reichen Panketal“ tatsächlich ein wachsendes Problem darstellt. Ob und wie es aber wirkt…?

Eine vergleichbare Kampagne der Berliner S-Bahn, die mit Scheibenbeschriftungen in bemüht jugendlicher Sprache (..voll uncool…) gegen die lästige „Kratzer“ vorgehen wollte, zeigte zumindest einen erkennbaren Effekt. Die gekennzeichneten Scheiben sind nun in der Regel zuerst beschädigt.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Die Aufkleber Aktion ist bestimmt gut gemeint aber ob Sie auch wirklich von weiterer Beschädigung abhält ist fraglich. Wie ist das mir Autos die beschädigt werden bekommen die dann einen großen Aufkleber auf die Heckscheibe? :)

  2. Ja, ob ein Aufkleber da das richtige Mittel ist? Natürlich ist doch das am interessantesten, was erstens verboten, zweitens wahrgenommen und drittens darauf reagiert wird.
    Man sollte sicherlich nicht wegschauen, aber irgendwie anders handeln müsste man schon. Denn letztendlich lesen diese Aufkleber auch wieder nur die, die ohnehin nichts beschädigt haben.