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Barnimer Umweltpreis verliehen – Anerkennung für den Kampf um die Allee Rüdnitz-Danewitz

umweltpreis-2007.jpgBereits zum zwölften mal wird in diesem Jahr der Barnimer Umweltpreis im Zusammenhang mit dem Weltumwelttag vergeben. Er soll Anerkennung und Ansporn sein für besonderes ehrenamtliches Engagement im Naturschutz, insbesondere in der Naturschutzarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Gestiftet wird der Preis in Höhe von 750 Euro zum überwiegenden Teil von dem Stadtverordneten Andreas Fennert, der dafür seine Aufsichtsratsbezüge zur Verfügung stellt, sowie vom Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen.

Der Barnimer Baumschutzstammtisch, hervorgegangen aus der Initiative zur Rettung der Allee Rüdnitz – Danewitz, gehörte heute zu den Geehrten. Die Jury entschied sich in diesem Jahr für die Vergabe von einem ersten und zwei zweiten Preisen und sprach eine Anerkennung aus.

barnimer-umweltpreis.jpgÜber den 1. Preis in Höhe von 300 Euro konnten sich die Kinder von der Natur- und Umwelt-AG Eberswalde gemeinsam mit ihren Betreuerinnen Anke Kayser und Sefanie Lüdicke freuen. Die Jury würdigte insbesondere, dass es durch die Kooperation von NABU, BUND und Forstbotanischem Garten der FH gelang, eine Jugendumweltgruppe in Eberswalde zu gründen. Schüler im Alter von 9-13 Jahren haben so seit Herbst 2006 die Möglichkeit, sich einmal wöchentlich zu treffen und sich mit selbst gewählten Themen und Projekten im Bereich Natur- und Umweltschutz zu beschäftigen. Bereits in Angriff genommen wurden ein Waldprojekt, die Beschäftigung mit fast vergessenen Nutztierrassen, die Umgestaltung eines alten Bauwagens zum zukünftigen Treffpunkt und der Bau eines Insektenhotels.

Den 2. Preis teilen sich der Absolvent der Eberswalder Fachhochschule Daniel Fischer und der Verein Ökodorf Brodowin e.V. Beide Preisträger bekamen neben der Urkunde ein Preisgeld in Höhe von jeweils 200 Euro überreicht.

Daniel Fischer begann gleich nach Beginn seines Studiums in Eberswalde im Jahr 2001 sich ehrenamtlich im Naturschutz und in der Umweltbildung zu engagieren. Er entwickelte dabei vielfältige Initiativen, organisierte Vorträge, Führungen und workshops. Besondere Verdienste
erwarb er sich mit dem von ihm initierten Projekt Permakulturgarten. In Zusammenarbeit mit dem Forstbotanischen Garten und unterstützt von studentischen Mitstreitern schaffte er es, auf einer ehemals unkultivierten Fläche einen arten- und strukturreichen Nutzgarten
anzulegen. Dieser dient jetzt zu Anschauungs- und Forschungszwecken zur Permakultur, einer dauerhaft nachhaltigen Form der Landnutzung, und kann von Besuchern des Botanischen Gartens besichtigt werden.

Der Verein Ökodorf Brodowin e.V. mit seinem Vorsitzenden Dr. Martin Flade setzt sich seit langem für eine nachhaltige Entwicklung im Raum Brodowin ein. Regelmäßig werden Veranstaltungen und naturkundliche Führungen organisiert. Die Mitglieder des Vereins pflegen wertvolle Flächen, führen Artenschutzmaßnahmen durch und setzen sich für die Verbesserung des Wasserhaushaltes in der Gemarkung ein. Der Verein betreut zudem die Ausstellung „Von der Eiszeit bis zum Ökodorf“ und ist Träger des Projektes „Naturschutzhof Brodowin“. Demnächst soll am Dorfanger ein Informations- und Ausstellungshaus errichtet werden.

Mit einer Anerkennung geehrt wurde der Barnimer Baumschutzstammtisch. Er ist aus der Initiative zur Rettung der Allee Rüdnitz-Danewitz hervorgegangen und soll zu einem dauerhaften Arbeitskreis für den Baumschutz im Barnim werden. Für den Erhalt der Danewitzer Allee haben sich die Mitglieder der Gruppe sehr engagiert eingesetzt. Sie organisierten Baumbesetzungen, sammelten Spenden und Unterschriften, erhoben Daten und leisteten Öffentlichkeitsarbeit.

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