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Jens Koeppen (MdB) – Grünes Licht für Steil?

Nachdem es in den vergangenen Wochen, zumindest in der Presse, um die geplante „Sondermüllverbrennungsanlage Eberswalde“ etwas ruhiger geworden war griff der Bundestagsabgeordnete Jens Köppen , im Rahmen eines Redaktionsgespräches mit der Märkischen Oderzeitung, das Thema unlängst wieder auf.

Unter dem Titel „Koeppen sieht grünes Licht für Steil und B 167“ erklärte das CDU-Mitglied, dass der Bau einer Sondermüllverbrennungsanlage in Eberswalde nach Einschätzung des Landesumweltamtes genehmigungsfähig sei.

Zugleich betonte der Politiker aber, damit nicht den Ausgang des Genehmigungsverfahrens vorwegnehmen zu wollen. Er forderte die Steil-Geschäftsführung auf, die Bürger „umfangreicher als bislang über die Pläne zu informieren, die Absichten klar zu benennen und mit offenen Karten zu spielen.

Natürlich hat Koeppen recht, wenn er die bisherige „Informationspolitik“ der Steil-GmbH (mit Verlaub, „ein glatter Griff ins Klo“) indirekt in Frage stellt. Man wird dennoch das Gefühlt nicht los, als wolle hier jemand einer klaren Positionierung“ elegant ausweichen“.
DENN, die Bewohner der betroffenen Region sind inzwischen gut informiert und wissen, nicht zuletzt Dank der Arbeit einer äußerst „rührigen Bürgerinitiative“, längst was sie erwartet. Ihre klare Antwort dürfte auch das Bundestagsbüro Koeppens erreicht haben.

„Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“, besagt ein griechisches Sprichwort.. Das sollte , so schade das sein mag, auch Jens Koeppen realisieren und seine Absichten bzw. Einstellungen klar benennen und mit offenen Karten spielen.
Von wem hab ich das doch neulich erst gehört?

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10 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Passen doch wunderbar zusammen: Jens Koeppen (CDU) und Petra Bierwirth (SPD), das neue Barnimer Traumpaar.

    Kompetenzen, die sich ergänzen. Da wird die große Koalition auf Regionalebene weitergeübt. Denn einig sind sich beide schon in ihrem Engagement für die geplante Sondermüllverbrennungsanlage der Firma Steil in Eberswalde. Und wer weiß? Vielleicht fallen so ganz nebenbei noch ein paar Moneten für den nächsten Wahlkampf ab? Bringt auf jeden Fall mehr ein, als sich für ein paar Bedürftige in der Region politisch einzusetzen.

    Richtig so, denn man sollte immer wissen, wo die Futtertröge stehen. Und die Eltern können stolz auf ihre Zöglinge sein. Die haben es zu was gebracht. Werden nun bis zur Rente bequem im Bundestag sitzen, wenn sie nicht gerade silberne Löffel klauen oder das Volk ungnädig oder wach werden sollte.

    Und wie romantisch und lieb sich der Koeppen und die Bierwirth am wunderschön sonnigen 1. Mai (http://www.petra-bierwirth.de, (Fotogalerie / Unterwegs im Wahlkreis / Besuch des Projekts "Energie aus der Natur macht Schule" am 1.Mai 2007) um die kleinen Küken kümmern. Da wird einem ganz warm ums Herz. Das sind gute Menschen, die kommen sicher mal in den Himmel.

  2. Was will Jens Koeppen mit dieser Rumeierei eigentlich bezwecken?

    Zuerst gibt er kund, dass das Vorhaben in Eberswalde „nach Einschätzung des Landesumweltamtes genehmigungsfähig“ sei und rudert dann im darauffolgenden Satz wieder zurück, indem er zugleich betont, damit nicht den Ausgang des Genehmigungsverfahrens vorwegnehmen zu wollen. Lernt man solche Eiertänze im Bundestag? Diese Pressemitteilung ist für mich ein Non-Event!
    War er dieses Jahr eigentlich schon mal in der MOZ?

  3. Der Moz gehen möglicherweise die Nachrichten bzgl. des Lokalsports aus. Zum Thema Taubenzüchten und Kleingarten-Ernteerfolge gibt’s in dieser Jahreszeit auch noch nicht so viel zu berichten.
    Was bleibt, ist den pseudopolitischen Auswurf irgendwelcher Hinterbänkler abzudrucken.

    Um fachlich fundierte Leserbriefe in die Moz zu bekommen, ist es heute fast nötig, die Redaktion zu kidnappen, aber solcher Unsinn wird einfach abgedruckt.

    Da haben wohl gleich mehrere Stellen Interesse am Bau der Steil-Dreckschleuder?! Anders erschließt sich mir dieser Mist nicht. Im Gegensatz zu den Bierwirths und Koeppens drücke ich mich hier etwas deutlicher aus. Das sei mir an dieser Stelle gestattet, denn mein Haus liegt nur gut 800 m vom Unternehmen Steil entfernt.

  4. Die Aussagen dieses Herrn Koeppen sollte man sich merken! Und als Aufruf betrachten zur Wahl zu gehen.
    Dann kann man ihm und seinen ähnlich gepolten CDU-Parteikollegen die Quittung überreichen für soviel unqualifizierten Mist. Es bleibt sicherlich im Dunklen, mit wem Herr Koeppen beim LUA gesprochen haben will. Der Leiter der Genehmigungsverfarensstelle hat über die MOZ am 22. 05. eine andere Stellungnahme geäußert.
    Bei einer Autowerkstatt habe ich mal ein in Form eines Arbeitsschutz-Schildes, rot umrandet, gelesen:
    Vor Inbetriebnahme des Mundwerks Gehirn einschalten ! In der Werkstatt kann Herr Koeppen noch nicht Kunde sein.

  5. Als kleines Kind habe ich oft gehört: „Lege Dich nie mit einem Dummen an, denn er könnte einmal Dein Chef werden!“
    An dem Sprichwort ist viel Wahres. In der Politik des Barnim sind zumindest die die „Chefs“, die das dümmste Zeug reden und ohne einen Funken Anstand über die Köpfe der Leute hinweg Sachthemen überrumpelungstaktisch öffentlich verzerren und sich dafür die Presse zunutze machen.
    Jetzt warte ich eigentlich darauf, dass nun Stimmen mit Einfluß
    laut werden, die sich gegenteilig äußern.

    Übrigens, eine tolle Satire, dass schräg neben Koeppens Kopfgeburt gleich ein Artikel mit einem Umweltthema „Alles im grünen Bereich“ stationiert wurde. Dürfte dem aufmerksamen Leser schon das eine oder andere Fragezeichen in den Kopf bringen!

  6. Wenn man hier so vorgeht, wie kurz nach der Wende im Uecker-Randow-Kreis, dann haben die Befürworter nichts zu lachen.
    Dort sollte nach der Wende eine der größten (glaube zweitgrößte Europas) Müllverbrennungsanlage gebaut werden, wichtige Leute (Bürgermeister etc.) waren bereits »eingekauft»… Es gab massive Proteste von vielen Seiten, sogar Demos in Polen (Luftlinie ca. 20 km weg). Wurde glücklicherweise abgeleht. Viel Erfolg den Aufklärern und Verhinderern!!!

  7. Den Rat nehme ich gern an, aber dass gerade aus Polen Protest kommt, halte ich für eher unwahrscheinlich. Nachdem ich im letzten Winter gesehen habe, was in Polen los ist bezüglich Kohlekraftwerke und „fetten“ Funktürmen mitten in Wohngebieten und was es dort an wilden Müllkippen gibt, den Rest verkneife ich mir… erwarte ich aus Polen keine Unterstützung.
    Aber was besonders bedrückend ist, ist das Desinteresse im eigenen Land.
    Ansonsten ist ein gesamtheitliches kritisches Wahrnehmen der Bevölkerung zu dem, was so im Barnim an linken Dingern läuft und nicht geahndet wird, dringend erforderlich. Aktuelle Fälle sollten hier evtl. mal thematisiert werden. Es wäre eine Erleichterung für mich, wenn ich feststellen könnte, dass die Leute endlich wieder richtiges Engagement zeigen würden, auch wenn es dafür statt Geldes innere Zufriedenheit geben würde.
    Seit kurzem fällt mir auf, dass vieles von „oben“ her besser getan werden könnte, z.B. warum sind TGE grundsätzlich mitten zwischen bewohntem Gebiet und nicht gleich nach Autobahnabfahrten zu finden? Wir könnten es so gut haben, aber…
    Tja, und Müllverbrennungsanlagen werden wohl derzeit in Italien dringener gebraucht, nicht aber in Deutschland! Es kann natürlich auch sein, dass sich hier die (Steilen) Deutschen gern wieder etwas dazu verdienen, wenn wir den Sch… aus Italien aufkaufen, zumindest Australien kann da ja schon aufatmen – die haben uns schon. Das Problem läßt sich so leicht nicht über kleinen Widerstand lösen!

  8. Hier ein aktueller MOZ-Artikel über die geplante Sondermüllverbrennungsanlage mit der Überschrift “Weitere Schularbeiten für Steil“, der den Herren der CDU, Koeppen und Bockhardt nahe legt, dass sie das Spiel „Wünsch Dir was“ besser zuhause mit ihren Kindern spielen sollten. Darin das Zitat: Jetzt erklärte sich das Landesumweltamt (LUA) erstmals selbst zum laufenden Verfahren. Der Chef der Genehmigungsverfahrensstelle Ost, Günter Alpert, widersprach den Politikeräußerungen ungewohnt scharf: „Diese Meinungen entbehren jeglicher Grundlage. Dass die Entscheidung bereits feststehe und Ende Juni oder Juli verkündet werde, ist einfach Quatsch. Wir befinden uns nach wie vor mitten in der Prüfung, der Ausgang ist noch völlig offen.“
    Quatsch ist der richtige Ausdruck. Nicht nur in dieser Angelegenheit. Danke für diese erfrischenden Worte, Herr Alpert!

    Und hier eine weitere Neuigkeit:
    Am spätgotischen Westturm der schönen Dorfkirche in Lichterfelde hängt seit Mittwoch ein Transparent mit der Aufschrift „Nein zur Sondermüllverbrennungsanlage in Eberswalde“ der Bürgerinitiative für eine gesunde Umwelt Schorfheide e.V.. Quelle des Artikels: SPD-Finow.

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