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Hässlich gewinnt – 1. Fotowettbewerb des Barnim-Blogs

baumfrevel-in-ladeburg.jpgDer Barnim ist ein verdammt kreatives Fleckchen Erde. Da macht selbst die Kreisverwaltung keine Ausnahme. Künstlerisches Zentrum ist derzeit das Bodenschutzamt, das alle Einwohner zur Teilnahme am Fotowettbewerb für den Abfallkalender 2008 aufruft. „Die 13 schönsten Fotos werden prämiert und (…) veröffentlicht.“

Derartig inspiriert, möchte auch das Barnim-Blog nicht im Abseits stehen und ruft einen entsprechenden Wettstreit ins Leben:

„Hässlich gewinnt – Erlaubt ist was missfällt“

Knipsen Sie ihren „persönlichen Würgreflex“, visualisieren Sie, was Sie im bzw. am Barnim stört und wie das aussieht. Dabei dürfen sie den „Abfallbegriff“ ruhig großzügiger fassen. Auch Bilder von „Baumgemetzeln“, „ungestalten Profanbauten“, Müllverbrennungsanlagen und ähnlichem Unfug haben demnach durchaus ihre Berechtigung.

Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass wir gern im Barnim leben und nicht die Absicht haben unseren Heimatkreis in die „Schäm-Ecke“ zu stellen.

ABER: Jede Problemlösung setzt den Prozess der Erkenntnis voraus.

Senden Sie ihren Beitrag bitte an: barnimblog(at)googlemail(punkt)com

Der Autor dieses Artikels stiftet zum genannten Zweck ein Exemplar des völlig zu Recht vielgepriesenen Buches „Die schönsten Alleen in Deutschland“ von Olaf Schulz (damit Sie auch mal etwas wirklich Schönes sehen). Ich bin mir sicher, dass uns Olaf eine persönliche Signatur nicht verweigern wird. Weitere „Preisspender“ sind natürlich herzlich aufgefordert ihre Gaben gegenüber der Redaktion anzumelden.

Die Preisvergabe übernimmt das Autorenkollektiv (dem *schluchz* die Teilnahme leider verwehrt ist). Einsendeschluss ist der 31. Mai 2007, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bitte senden Sie nur Fotos, die selbst gemacht haben und die Sie für die Veröffentlichung auf dem Barnimblog freigeben.

baumfrevel-in-ladeburg.jpg

Die geköpften Linden an der Lanker Straße in Ladeburg (Foto: Ursula Weisgerber, April 2007)

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21 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Schade, dass ich nicht mitmachen darf, sonst hätte ich meine Fotos von den Linden vor der Tuchener Hochzeitskirche, die unser Landrat nicht vor seiner Naturschutzbehörde retten konnte, noch einmal eingereicht.

    Thomas, hattest Du nicht ein paar Fotos von den mickrigen Setzlingen an der Bundesstraße in Britz, die im vorletzten Winter bei gefrorenem Boden mit Heißwasser angegossen wurden? Damit kannst Du hier einen guten Platz machen!

  2. Darf ich auch mitmachen?
    Spontan fallen mir da die von mir geknipsten Bilder der Abholzung der stattlichen Alleebäume in Sommerfelde ein.
    Und dann könnte ich noch Bilder von Birnenbäumen (ja, richtig gelesen, Birnen!) nachliefern, die an diesem Straßenabschnitt dann als Ersatzmaßnahmen gepflanzt wurden.

    Zur Zeit noch
    Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Umweltschutz und Abfallwirtschaft (A5) des Kreistages Barnim

  3. Lieber Andreas,

    …herzlich gern, ABER, keine Abbildungen vom Genossen Tonndorf. Das wirkt zwar irgendwie passend, könnte aber Persönlichkeitsrechte verletzen.
    Andererseits, Genosse T. hat das Verklagen von Kritikern fast schon zur Kunstform erhoben,

  4. Ich habe auch was Schönes: Die vielen, vielen Dreckecken im NSG „Faule Wiesen“. Und- das „Gute“ daran- diese Ecken wachsen dynamisch.Da ist wirklich „Aufschwung“ drin.

  5. Pingback: Barnim-Blog: Hässlich gewinnt - schwerin-schwerin.de

  6. Was kann man da noch tun?. Der Anblick solcher Bäume ist unendlich traurig – meine Kinder waren auch geschockt. Ich fühle mich machtlos! Die Entscheidungsträger sind nicht mit guten Argumenten noch mit Protest zu überzeugen – zumindest nicht nachhaltig. Und auf Dauer kann man nicht zu viel von der deutschen Rechtssprechung erwarten. Da braucht man einen langen Atem!

  7. Wer so Bäume beschneidet, haut sich dann beim Kürzen der Fingernägel wohl auch gleich die erste Fingerkuppe mit ab.

    Tolle Ekelfotos lassen sich an der Anlegestelle des Eberswalder Binnenhafens (TGE-Seite) realisieren. Reichlich Müll, der den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, illegal abgeladener Bauschutt, etc.

  8. @ Stefan Reckin: Ein passender Fingernagel-Vergleich. Diese Torsos sind eine fürchterliche Unsitte in ganz Brandenburg. Leider können nur Einwohner der jeweiligen Gemeinde (hier also jeder Bernauer!) Strafanzeige gegen den Veranlasser stellen.

  9. Das sollte man dann auch wirklich tun.
    Ist denn für die Erreichung eines solchen Arbeitszieles überhaupt eine Berufsausbildung nötig. Mir scheint, dass mit der nötigen Gleichgültigkeit jeder einen Baum in dieser Form „frisieren“ könnte.

    Baumschulen veranstalten Kurse, um jedem Interessierten die Möglichkeit zu geben, fachgerecht die Bäume auf dem eigenen Grundstück zu pflegen.

    Mit Baumpflege hat das oben dargestellte Bild nichts zu tun.

    Welcher Teil des Baumes wandelt nochmal Co2 in O2 um? Auf dem Bild ist er jedenfalls nicht zu erkennen.

  10. Hallo Stefan, das mit dem CO2 ging mir auch durch den Kopf.
    Wer im Ernst glaubt denn, dass diese Bäume noch einmal stattlich treiben und grünen werde? Da wird doch scheibchenweise oder besser ästeweise abgetötet.
    Die Bauernschlauen hatten früher eine andere Methode – mit Hämmerchen und Kupf… und wurden dafür bestraft, wenn es rauskam. Aber ich will hier Keinen auf Ideen bringen.
    Die verwaltenden Kräfte haben das auch nicht nötig, denn sie holen sich ihre irrsinnig tollen Ideen direkt aus Schildar und gestalten und vor allem verwalten entsprechend unser schönes Land!

  11. Ich sehe in den praktizierten Kopfschnitten an Linden auch überhaupt keinen Sinn. Schon gar nicht aus ästhetischen Gesichtspunkten.

    Solche einmal auf diese Weise beschnittenen Linden müssen in regelmäßigen Abständen wieder „auf den Kopf gesetzt“ werden, damit sie nicht durch die Last ihrer mit der Zeit stärker werdenden Äste ausbrechen. Dazu ist mehr Pflegeaufwand erforderlich und damit höhere anfallende Kosten für die Kommunen.
    Die ständig entstehenden Schnittstellen bieten geeignete Angriffsflächen für Fäulniserreger. Nun vertragen beispielsweise Linden, Eichen und Weiden solche Verstümmelungen vergleichsweise gut, zumindest besser als andere Baumarten (wie z.B. die Rotbuche). Doch zweifellos wird die Lebensdauer eines solchen derart beschnittenen Exemplars herabgesetzt. Dabei könnte eine Linde durchaus mehreren Menschengenerationen Freude machen. Lindenbäume mit fehlender oder geringer Stresseinwirkung und dementsprechend guter genetischer Ausstattung erreichen nachweislich sogar Lebensalter von über 1000 Jahren!

    Durch die Schnittmaßnahmen werden die Kronengrößen immer wieder zurückgesetzt. Das bedeutet, dass die Exemplare in der folgenden Vegetationsperiode und oftmals auch noch ein Jahr darauf keine Blüten ausbilden. Dies wiederum ist zum Nachteil für die Bienenernährung. Ohnehin bleiben die Kronen bei Kopflinden klein und werden weniger Blüten tragen als bei normalwüchsigen Exemplaren. Ich verstehe auch nicht, warum diesbezüglich die regional ansässigen Imkerverbände nicht Alarm schlagen? Wir Naturschützer sind doch bei ihnen und werden sie in der Sache mit allen uns möglichen Kräften unterstützen!

    @Karl-Heinz: Eigentlich sollten sich in den Ortschaften, wo derartige Lindenverstümmelungen passieren, immer Leute finden, die Strafanzeige erstatten. Wir werden das forcieren.
    Noch besser aber ist Aufklärung, damit solch schreckliche Taten nicht erst passieren. Wir vom Barnimer Baumschutzstammtisch sollten mit diesem Thema alsbald an die Pesse gehen.

    Zur Zeit noch
    Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Umweltschutz und Abfallwirtschaft (A5) des Kreistages Barnim

  12. Vorerst herzlichen Dank an alle, denen meine Fotos Anlass zur Diskussion waren. Ich selber sehe das auch eher aus ästhetischen Gesichtspunkten, denn wenn man schon die „Märkische Eiszeitstraße“ als etwas Besonderes deklariert, dann sollte man die Gestaltung der Straßen etwas sensibler angehen.

    Nun zum Thema Fotos. Ich möchte mich gerne am Fotowettbewerb beteiligen und habe schon einiges Material zusammen, zu unterschiedlichen Themen und bestimmt nicht weniger diskussionswürdig. Dazu einige Fragen, die vielleicht auch für die anderen Einsender von Interesse sind:
    – Welche Bildauflösung und welche Bildgröße sollen die Bilder haben, reichen 300 dpi für A4-Format?
    – Wie viele Bilder darf man einsenden?
    – Sind SW-Fotos auch willkommen oder muss alles in Farbe sein?
    – Sollen die Bilder einen Bildtitel bekommen und/oder kommentiert werden?

  13. Hallo Ursula,

    vielen Dank für Dein Interesse und die Fragen zum Wettbewerb.

    Bildgröße und Bilduflösung: Du kannst die Fotos gern in der Orignalgröße als JPG-Datei schicken. Für die Darstellung im Barnim-Blog sollten die Dateien aber nicht kleiner als 500 x 375 Pixel sein, größer gern.

    Anzahl der Bilder: Gern soviel, wie Du möchtest, aber zu einem einzelnen Motiv bitte nur drei Bilder.

    S/W-Fotos: Natürlich gern!

    Bildtitel: Ein Titel und ein paar Erläuterungen zum Ort und zur Zeit der Aufnahme, gern auch Hintergrundinfos wären gut.

    Wir freuen uns auf Deine Fotos!

  14. Hallo Karl-Heinz,
    Dank für die prompte Antwort auf meine Fragensammlung. Nun habe ich noch ein Problem. Nämlich das der Datenübertragung. Da ich grundsätzlich mit einer hohen Bildauflösung arbeite – reduzieren kann man allemal, aber umgekehrt geht es leider nicht – haben die einzelnen Bilder ein Datenvolumen von 3,5 bis 4,5 MB. Bei geschätzten 10 Bildern ist damit jedes Postfach überfordert.
    Lösungsvorschlag: Grobdaten schicken und Feindaten für den Bedarfsfall bereithalten. Ist das ok?

  15. Pingback: Der Rüdnitzer » Baumfrevel in Rüdnitz

  16. Pingback: Es ist vollbracht: Der Barnimer Abfallkalender ist da! « BAR-blog | Wir bloggen den Barnim

  17. Pingback: Jahresrückblicke sind langweilig, stimmt’s? « BAR-blog | Wir bloggen den Barnim

  18. @Wettbewerbsinitiatoren:
    Ich weiß dieser Wettbewerb ist schon länger her,
    gab es denn inzwischen eine Preisverleihung?
    Und was war der Preis??
    Und, wo sind die Fotos???
    Die Gewinnerin oder der Gewinner????
    Als Kunstkritikerin interessiert mich unbedingt die Ästhetik der Hässlichkeit.
    Auch hier im Barnim!

  19. Die abgeschittenen Bäume finde ich nicht unbedingt hässlich. Man kann es auch als Kunst bezeichnen. Tristesse muss nicht gleichbedeutend mit Unattraktivität sein.