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Der Fauxpas des Hans-Joachim Blomenkamp (CDU)

eberswalder-cdu.jpgDie Märkische Oderzeitung druckte in ihrer Eberswalder Ausgabe am 2. April 2007 einen unscheinbaren Artikel, der zwischen allen Aprilscherzen fast untergegangen wäre, aber einen wirklichen Skandal enthält. Der neue CDU-Fraktionsvorsitzende in der Eberswalder Stadtverordnetenversammlung, Hans-Joachim Blomenkamp, wird mit der Aussage zitiert, dass er gefährlich sein könne, dem Druck einer Bürgerinitiative nachzugeben, wenn es um eine Müllverbrennungsanlage geht. Er wolle eine stärkere Orientierung der Stadt in Richtung Wirtschaft. Blomenkamp bezieht sich dabei ausdrücklich auf die Theo Steil GmbH, die in Eberswalde eine Sondermüllverbrennungsanlage errichten will und der Stadt bei „Verweigerung“ Schadensersatzforderungen angedroht hat.

Eine Frage drängt sich bei der Lektüre des Artikel unwillkürlich auf: Wer hat eigentlich den Hans-Joachim Blomenkamp in die Stadtverordnetenversammlung gewählt? Die Eberswalder Bürger oder die Sondermüll-Lobby?

Lieber Herr Wirtschaftdezernent Carsten Bockhardt! Sie lesen doch hier immer regelmäßig mit. Klären Sie doch bitte unsere Leser auf! Oder schicken Sie bitte diesen Link dem Herrn Blomenkamp, damit er selbst kommentieren kann.

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5 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Rechtsanwalt Blomenkamp scheint mit seinen vielfältigen Verpflichtungen ein bißchen durcheinander zu kommen. Im Zuge einer Abwägung zwischen den berechtigten Einwendungen der Eberswalder Bürger und wirtschaftlichen Einzelinteressen hat er sich offenbar für das Geld entschieden. Der stellvertretende Vorsitzende der Barnimer Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU zeigt sich herbei aber auch als Wirtschaftslobbyist wenig weitsichtig.
    Die Zukunft der Gesundheits- und Tourismusregion aufs Spiel zu setzen, nur damit Steil ein paar Milliönchen mehr scheffeln kann ist definitiv kein kluger Schachzug.

  2. Er zeigt mal wieder, dass die CDU der Garant für die Interessen des Großkapitals ist und auf den Willen und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger im wahrsten Sinne des Wortes sch****.
    In Gutsherrenmanier kann man da auch einfach mal über die 14.267 Unterschriften gegen die Sondermüllverbrennungsanlage und über die 4.007 Einwendungen hinwegsehen und -gehen.
    Ich hoffe, dass die Eberswalder und Schorfheider Bürgerinnen und Bürger dies bei der nächsten Kommunalwahl gebührlich honorieren werden.
    Gott sei Dank, dass Boginski das Rennen um das Eberswalder Bürgermeisteramt gemacht hat und nicht unser Freund Bockhardt.

  3. Wie und auf welchem Weg will denn der Herr Blomenkamp jetzt, nach Ende des Erörterungstermins, das „Verfahren kritisch begleiten“ ?
    Nicht „dem Druck einer Bürgerinitiative nachzugeben, könne gefährlich sein“.Noch gefährlicher ist es,eine ganze Region, die der Waldstadt Eberswalde als Gesundheitszentrum im Barnim dem Profit Einzelner zu opfern. Ist ein Abgeordneter nicht an sein Votum, erinnert sei an die einstimmige Abstimmung der StVV v. 25.01.07, gebunden, zumindest moralisch? Da hatte auch Herr Rechtsanwalt Blomenkamp als Fraktionsvorsitzender der CDU schon den Drohbrief des Herrn Gondert. Ja, so sieht ein Wendehals aus.

  4. Ja es sind schon handfeste Kerle in unserer regionalen Politik, allen voran die CDU. Einer tritt immer und immer wieder nach wenn es um die Alleen geht, gerade wie ein „bock(hardt)iges“ Kleinkind, was nur Ruhe gibt, wenn man ihm etwas schönes schenkt. Der zweite wurde schon mehrfach widerlegt, denn die Stadt Eberswalde hat doch etwas anderes auf dem Gelände geplant als die Firma Steil und das sogar einstimmig beschlossen.
    Und nun kommt auch noch der dritte Kempe in die Hüpfburg. Vom vielen Wenden und Rotieren hat er scheinbar nicht nur symbolisch die Bodenhaftung verloren, sondern schwebt auch im wahren Leben buchstäblich von einer Irrung zur nächsten Wirrung.
    Und ein Ende ist nicht abzusehen, denn Kandidaten für die Politik-Hüpfburg im Barnim gibt es viele, manche haben auch zwischenzeitlich einen Abstecher in die Landes- oder Bundespolitik gemacht, weil da mehr Eltern beim Hüpfen zuschauen.

    Wenn manche Eltern daran denken, wie schwer es ist, die Kinder aus dem Haus zu locken um an der frischen brandenburger Luft zu spielen, dann wird schnell klar warum der Uwe, der Hans-Joachim und der Carsten die doofe Umwelt lieber kaputt machen und sich dafür eine schöne neue Hüpfburg hinstellen lassen wollen. Hoffentlich schauen da die Eltern bald nach dem Rechten.

  5. Danke, wenn es nicht so ernst wäre, könnte man sich über diese Satire totlachen. Aber wahrscheinlich ist eine solche Betrachtungsweise der einzige Weg, um die Realpolitik und ihre Akteure im Barnim halbwegs geistig rege zu überstehen.
    Viele Grüße und ein frohes Osterfest,wenigstens an den Feiertagen ohne das ständig präsente Kettensägengedröhn.