web analytics

Die Woche im Barnim – Ein höchst subjektiver Rückblick

Der Montag beschert der Gemeinde Panketal einen „kommunalpolitischen Klassiker“. Verärgerte Anwohner des Norma-Marktes artikulieren im Rahmen der 43. Gemeindevertretersitzung zum wiederholten Male ihre Kritik an der Gestaltung des Geländes und mahnen die Umsetzung der auferlegten Lärm- und Sichtschutzvorrichtungen an. Bürgermeister Fornell steht dem „ortsgestalterischen Amoklauf“ seines Parteifreundes Peter Thiele irgendwie hilflos gegenüber. Immerhin versucht er nicht das Gesamtergebnis schönzureden.

Ach so, aus dem „politischen Niemandsland“ äußerte sich heute Carsten Bockhardt zur Zukunft der „Rüdnitz-Allee“.

Am Dienstag liegt plötzlich Schnee (netter Urlaub). Ich erfülle meine Räumpflichten, verschiebe die angesetzte Gartenarbeit und schwinge mich ans Telefon. Die angekündigte Errichtung einer „Schweinefabrik in Ziethen“ verlangt nach einer ausführlichen Hintergrundrecherche. Am Ende des Tages steht fest, der Widerstand gegen das Projekt hat eine breite Basis. Inzwischen hat sogar die örtliche CDU die „gewerbliche Tierquälerei“ abgelehnt.

Es ist Mittwoch und der Stadtentwicklungsauschuss Bernau berät sich zum vom Landesumweltministerium vorgeschlagenen Luftreinhalteplan. Die Diskussion ist sinnvoll, den die Hussitenstadt bekleidet in der Rangliste der „feinstaubbelastetsten Städte Deutschlands“ einen beklagenswerten Spitzenplatz. Favorit des Maßnahmenkatalogs ist der Bau einer Umgehungsstraße. Immerhin findet sich auf Platz Nummer 7 auch eine Anregung zur Förderung der Fahrradnutzung.

Der Donnerstag bringt schlechte Nachrichten aus Biesenthal. Die örtliche Oberschule verzeichnet zu wenige Anmeldungen und wird in diesem Jahr keine 7. Klasse eröffnen können. Warum die hiesigen Eltern ihre Sprösslinge lieber in den überfüllten Gymnasien des Stadtrandes „zusammenpferchen“ sollte die Stadt schnellstmöglich ergründen.

In Eberswalde diskutiert man derweil zum „Für und Wider“ des geplanten Naturfriedhofes.
Bürgermeister Boginski erweißt sich als entschiedener Verfechter des „Öko-Begräbnisses“.
Gute Zeiten für die Hersteller von „Bio-Urnen“.

Am Abend trifft sich die Crew des Barnim-Blogs zu ihrem 1. Autorenstammtisch in der Eberswalder „Bierakademie“. Bei entspannter Stimmung und großer Freude an der Resonanz unserer Arbeit stellen wir allerdings fest, dass der uns zugewiesene 10er-Tisch für 5 Aktive noch ein bisschen groß ist. Blogger des Barnims, bitte meldet Euch!!!

Einen Erfolg vermeldet am Freitag die Polizei Eberswaldes. Ihr ist es gelungen die mutmaßlichen Täter der Brandstiftung im „Grünen Klassenzimmer“ des „Familiengartens“ zu stellen. Am gleichen Tag treffen sich die Organisatoren des „Panketaler Baumfestes“ zu einer Vorbereitungsversammlung. Die Ideen sprudeln aber das Geld ist knapp. Potentielle Sponsoren sind daher herzlich willkommen.

Der 24.03.2007 fällt in diesem Jahr auf einen Samstag. In Eberswalde setzt sich Barnim-Blog Autorin Esther kreativ mit dem städtischen Hundekotproblem auseinander und stellt offenbar fest, „das sie auf Freunde, die auf die Straße scheißen durchaus verzichten kann.“ Leider zu spät, ihr stimmiges Motto „Eberwalde, eine Stadt hat verschissen“ verpasst den festgesetzten Abgabetermin des ausgeschriebenen Wettbewerbs.

Am Sonntag ist bei schönstem Sonnschein endlich Gartenarbeit angesagt. Ich komme nicht so recht voran , weil ständig jemand am Zaun stehen bleibt und ein bisschen plaudern will. Gegen Mittag radelt auch Panketals Bürgermeister vorbei. Gott sei Dank, er grüßt mich noch.

Am Ende einer wechselhaften Woche bleibt die beruhigende Erkenntnis das sich zumindest eines nicht ändern wird: WIR bloggen den Barnim, auch am kommenden Montag.

Die Woche im Barnim - Ein höchst subjektiver Rückblick auf Facebook teilen
Die Woche im Barnim - Ein höchst subjektiver Rückblick auf Twitter teilen
Die Woche im Barnim - Ein höchst subjektiver Rückblick auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

1 Kommentar » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. dass die biesenthaler oberschule auch in diesem jahr keine 7.Klasse eroeffen kann bedauere ich sehr. es liegt aber nicht alles nur bei den eltern. biesenthal ist selbst aus den umliegenden orten z.t. nur ueber groessere umwege mittels oeffentlichen verkehrsmitteln zu erreichen. obwohl die biesenthaler schule die einzige weiterfuehrende unseres amtes (biesenthal-barnim)ist, wird sich fuer mich naechstes jahr die frage, meine tochter nach biesenthal zur schule zu schicken, gar nicht erst stellen. obwohl direkt benachbart, verkehrt kein schulbus von Tempelfelde nach biesenthal, nach bernau und eberswade dagegen schon…und die kinder jeden tag privat zur schule zu „gurken“ kann ja nun auch nicht die loesung sein