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Internationaler Frauentag in New York, Moskau und im Barnim

zum-frauentag.jpgDie Deutschen feiern doch jeden Scheiß, wenn man es ihnen befiehlt: Valentinstag, Muttertag, Führergeburtstag, Thanksgiving, Halloween. Besonders gern dann, wenn die Mode aus den USA kommt. Der deutsche Einzelhandel hat immer die passenden Geschenkideen und Schnäppchen parat. Nur an einem Tag verpasst er alle Chancen: Am 8. März, den Frau und Mann weltweit als Internationalen Frauentag begehen.

Auch der 8. März hat seine Wurzeln in Nordamerika, wo er erstmals 1909 als National Woman’s Day gefeiert wurde. Klingt so ähnlich wie National Hockey League. Die Sozialdemokraten machten ihn 1911 zum International Woman’s Day. Viel später stiegen auch die Kommunisten ein. Seit 1921 und bis auf den heutigen Tag ist der 8. März in Russland und Weißrussland staatlicher Feiertag. Deutschland ist noch nicht wieder so weit.

Auch der Einzelhandel verschläft Jahr für Jahr die Möglichkeit, die Umsatzergebnisse fürs erste Quartal aus den roten Zahlen zu holen. Weder in der Parfümerie Douglas noch bei Juwelier Christ zerrt man die Ehemänner, Lover, Lebensabschnittsgefährten, Söhne, Brüder, Väter und Kollegen zum 8. März in den Laden und über den Ladentisch.

Ist dem deutschen Handel diese Zielgruppe wirklich zu klein? Oder sollen die Kunden etwa bis zum Muttertag warten, den die Nazis 1933 eingeführt haben? Welche kinderlose junge Frau wünscht sich wirklich von ihrem Freund oder Geliebten Präsente zum Muttertag?

Nachtrag: Höre gerade im Radio, dass Frauen bei ATU heute halbe Preise zahlen.

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Karl-Heinz ist Social-Media-Trainer. Er trainiert Online-Redaktionen und Online-Marketing-Profis und macht sie fit für das „Social Web“. In Bernau bei Berlin führt er eine Unternehmensberatung. In seiner Freizeit engagiert sich Karl-Heinz für den Erhalt der Brandenburger Alleen.