Erste Barnimer Bürgersolaranlage in Eberswalde geplant
Geschrieben von Stefan Stahlbaum in Wirtschaft, Tags: Eberswalde, 2.238 mal gelesenNach längerer Zeit der Recherche und Vorbereitung soll das Projekt
„1. Bürgersolaranlage in Eberswalde“ jetzt endlich konkretere Formen annehmen. Nachdem eine geeignete Dachfläche gefunden wurde soll nun schnellstmöglich eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) als Betreibergesellschaft gegründet werden.
Die Idee ist ebenso einfach wie Erfolg versprechend:
Auf bislang ungenutzten Dachflächen werden Solaranlagen installiert die von den BürgerInnen als Gesellschafter finanziert und betrieben werden. Dadurch wird nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet , die Anlagen können sich auch durchaus „rechnen“. Eine beispielhafte Wirtschaftlichkeitsberechnung (aus dem Jahre 2004) kann man sich zum Beispiel auf der Webseite des Solarvereins Berlin e.V. ansehen.
Beteiligungen an der zukünftigen Eberswalder Anlage, die im übrigen die erste ihrer Art im Barnim wäre, sind nach derzeitigem Planungsstand ab 500,-€ möglich. Interessierte können gern Kontakt zu Thorsten Kleinteich (Tel. 03334-384074) aufnehmen. Ein erstes Informations- und Beratungstreffen findet am Montag, den 5.3.2007 um 18.00 Uhr in der Geschäftsstelle der Barnimer-Grünen (16225 Eberswalde, Brautstraße 34 ) statt.
Übrigens,
zum Thema erneuerbare Energien und Klimaschutz hat der RegioSolar-Beirat eine Resolution erarbeitet, in der die Bundesregierung und den Bundestag aufgefordert wird, jetzt ein klares Ziel für eine nachhaltige Energieversorgung zu setzen und sich für 100% Erneuerbare Energien bis 2050 einzusetzen. Die Initiatoren bitten um Unterzeichnung der Resolution bis zum 31.03.2007.
Ähnliche Artikel:
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann lesen Sie unser RSS-Feed oder abonnieren Sie neue Artikel bequem per E-Mail. Vielen Dank!

Artikel (RSS)
[...] Im BAR-Blog war gestern zu lesen, dass die erste Bürgersolaranlage im Barnim konkrete Formen annimmt. Da das Barnim im Umland Berlins liegt, und nicht gerade als Solarregion gilt, möchte ich hier gerne darauf verweisen. [...]
Der Solarverein-Berlin führt am 28.04.2007, dem “Tag der
Erneuerbaren Energien”, einen ganztägigen Workshop zum Thema
Bürger-Solaranlagen durch. Umweltgruppen, Initiativen und
Interessierte, die den Aufbau einer Bürger-Solaranlage planen, sind herzlich eingeladen.
Aber wir wollen auch weiterdenken: nach einem Impulsreferat werden wir am Nachmittag auf Gedankenreise gehen. Thema u.a.: welche Erneuerbare-Energien-Projekte lassen sich durch Bürgerbeteiligungen finanzieren?
Tagungsort ist das Schloss Vichel im Ruppiner Land: das Gutshaus gehört der “Gesellschaft zur Förderung musischer Erziehung e.V.” Deren Tochtergesellschaft, die Werkgemeinschaft für Berlin/Brandenburg gGmbH, hat in Berlin die Dachfläche für unsere ersten beiden Solaranlagen zur Verfügung gestellt.
Um auch die An- und Abfahrt umweltgerecht zu gestalten, ist der
Treffpunkt für Radfahrer der Bahnhof Friesack/Mark (RE 4) um 10.07 (Abfahrt Hauptbahnhof Berlin 9.25). Die Fahrt nach Vichel führt 12 km durch das Rhinluch – mit Erklärungen zur Geschichte und Bedeutung des Luchgebietes für den Brandenburger Wasserhaushalt.
Ablauf:
10.07 Uhr Gemeinsame Anreise mit dem Fahrrad vom Bahnhof Friesack nach Vichel (PLZ 16845) (natürlich kann der Tagungsort auch anders angefahren werden – es führen viele Wege nach Vichel!)
11.00 Uhr Begrüßung
11.15 Uhr Bürger-Solaranlagen – Planung, Mietvertrag, Geschäftsmodelle, Referentin Claudia Pirch-Masloch, Vorsitzende Solarverein Berlin e.V.
12.00 Uhr Technik einer Photovoltaikanlage, Referent Henrik Bumiller, Solarunternehmer
12.30 Uhr Steuerfragen , Referentin Gabriele Calo,Steuerberaterin
13.00 Uhr Mittagspause mit Öko-Essen von örtlichen Erzeugern
14.00 Uhr ImpulsreferatWunderbar Erneuerbar – Energiecontracting
über Bürgerbeteiligung”, Referent Dirk Wiederhold, Dipl.-Ing.
14.45 Uhr Denkwerkstatt – welche Erneuerbare-Energien-Projekte lassen sich durch Bürgerbeteiligung finanzieren?
17.00 Uhr Gemeinsame Abreise mit dem Fahrrad zum Bahnhof Friesack
Unkostenbeitrag: 10 Euro für Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Getränke.
Mitgliederversammlung des Solarvereins: Am 20.03.2007, 20.30 Uhr,
findet die Jahresmitgliederversammlung statt, zu der auch Solarverein-Interessierte herzlich eingeladen sind. Auf vielfachen Wunsch soll in der MV der “Solarverein
Berlin e.V.” in “Solarverein Berlin/Brandenburg e.V.” umbenannt werden. Mit Unterstützung des Solarvereins sind im Berliner Umland viele Bürger-Solaranlagen entstanden – dem wollen wir mit dem neuen Namen Rechnung tragen!
(Dieser Text ist eine Weiterleitung des Solarvereins-Berlin e.V.)
Was mir an der Resolution von RegioSolar nicht gefällt, ist, dass als Ziel nicht explizit aufgeführt wird, dass die zukünftige Energieversorgung Deutschlands in einem Energiemix liegen sollte.
Ich sehe es nämlich schon kommen, dass prioritär Energiepflanzen in Monokultur auf Hunderten von Hektar angebaut werden, und dies mit genetisch veränderten Pflanzen und/oder unter hohem Aufwand von Dünger und Spritzmitteln zum Schaden unserer Böden, Oberflächengewässer und des Grundwassers.
Zudem besteht die Gefahr, dass das Nachhaltigkeitsprinzip in unseren Forsten nicht gewahrt bleiben wird. Also: Abholzung ohne Nachpflanzung und die verstärkte Nutzung von Totholz in unseren Wäldern. Das wäre eine gefährliche Entwicklung, die sich bereits in Anfängen durch die Forstprivatisierungen abzeichnet.
Deshalb habe ich Probleme damit und werde diese Resolution auch nicht unterzeichen. Zudem weiß ich bislang nicht, welche privatwirtschaftliche Interessen RegioSolar verfolgt und ob diese vollständig im Sinne des Allgemeinwohls sind. Dies müsste ich (für mich) zunächst einmal eingehend überprüfen.
In diesem Zusammenhang die empfehlenswerte Website der
AG Biotopholz, die teilweise diese Problematik anspricht.
Hallo Andreas,
die “RegioSolar” ist (ich kenne diese Vereinigung bislang nicht wirklich persönlich) aus meiner ” derzeit beschränkten Sicht” aller Wahrscheinlichkeit nach durchaus ein “Lobbyverein” der Solarindustrie”.
Die Resolution zielt aber tatsächlich auf eine vollständige Umsetzung regenerativer Energiequellen (also nicht nur die solare Energie oder eine verstärkte Nutzung des Rohstoffes Holz) bis 2050. Dies schließt einen Mix verschiedener Alternativen meines Erachtens absolut mit ein.
Das Du die Hintergründe (was man generell tun sollte) erstmal für Dich selbst klären willst finde ich aber normal und vernünftig . Ich unterschreibe auch längst nicht alles was man mir empfiehlt, habe in disem Fall aber noch nicht einmal dazu aufgefordert.
Viele Grüße
Stefan
Hier ein weiterer aktueller Info-Link zu Bürgersolaranlagen im Land Brandenburg:
http://www.cornelia-behm.de/cms/default/dok/168/168532.buergersolaranlagen_erfreuen_sich_wachse.htm
Aus ihrer öffentlichen Präsenz heraus konnte mir RegioSolar bislang nicht die Frage beantworten, wie dieser angestrebte Energiemix aus Erneuerbaren Energien konkret aussehen sollte. Ich möchte an dieser Stelle nochmal betonen, dass nicht jede Form von Erneuerbarer Energie auch “grün und ökologisch”, und auch nicht ökonomisch rentabel ist.
Auf ein Beispiel möchte ich hier kurz hinweisen, welches zwar nicht für RegioSolar zutrifft, aber die Probleme aufzeigt, die sich bezüglich Erneuerbarer Energie ergeben können:
ARD-Monitor(1); 01.03.07
ARD-Monitor(2); 01.03.07
Hier ein Link zur Eberswalder-Bürgersolaranlage:
http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Eberswalde/id/192181
Seit 13 Jahren fordert der Solarverein Worms,
damals im Gründungszeitraum aus Frankenthal
schon, ein Familien Solarkombi, das Auto der
Zukunft. Mit den bisherigen finanziellen
Mittel hat es nur zum solarunterstützten
E – Bus gereicht, welcher ein Computer
gesteuertes Diaginose – Gerät eingebaut hat,
um alle Leistungen per PC auszuwerten.
Weltweit wird der Solarverein Worms mit dem
Umweltprojekt Worms ab sofort zusammenarbeiten,
um das gesteckte Ziel zu erreichen.
Den Renn-Solar-Kombi für 6 Personen !
Auch wenn Fachleute lächeln. Im Solarverein
sitzen Dipl. Ingenieure und ein KFZ. Meister,
sowie Olaf Hacker der beständige Treiber, welche
alle aktiviert und verstärkt motiviert.
Heute erkennt man, die Tatsache, daß die Sonne
unendlich genutzt werden kann, aber im Atuobau
man noch die Altertums – Wagen umweltbelastend
auf den Markt bringt. Die Schäden treffen jetzt
das Portemonnaie des kleinen Bürgers.
Mit freundl. Gruß
Der Vorstand