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Was ist eigentlich aus der Eberswalder Biogasanlage geworden?

Sicher wird sich manch Eberswalder noch daran erinnern, dass im September 2006 eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema im Tourismuszentrum des Familiengartens stattfand.

biogasanlage.jpg Als Vertreter der WITO war der Lichterfelder Ortsteilbürgermeister auf dem Podium erschienen. Auch die Technischen Werke Eberswalde waren vertreten. Ebenso waren die regional ansässigen Bauern persönlich eingeladen worden. Die Bürger aus dem Großraum Eberswalde waren durch zwei leicht zu übersehende Artikel in regionalen Anzeigenblättern und kurz vor der Veranstaltung durch einen Mini-Artikel in der MOZ „informiert“ worden. Genau deshalb war der Saal auch nahezu leer. Foto: PixelQuelle.de

Angeblich findet derzeit noch kein BImSch-Verfahren zur Biogasanlage statt. Dennoch scheint es mir notwendig zu sein, den Sachverhalt wiederum in Erinnerung zu bringen.

Vor der Darlegung der Einzelheiten sei dem interessierten Leser empfohlen, sich online einmal die Biogasanlage in Anklam und die dazugehörige Berichterstattung anzusehen. Die Anlage in Anklam hat eine Leistung von 2,5 Megawatt, also halb soviel wie die geplante Anlage in Eberswalde. Das in Eberswalde benötigte Areal dürfte alles Bisherige in den Schatten stellen. Bevor ich die Scoping-Veranstaltung im Familiengarten besuchte, schaute ich mir an einem Sonntag-Nachmittag die Anlagen und deren Umgebung in Penkun und Anklam an.

Bei der Scoping-Veranstaltung in Eberswalde wurde auf Anfrage aus dem Publikum von allen Podiumsmitgliedern – auch vom Ortsteilbürgermeister von Lichterfelde – bestätigt, dass die Anlage im Westpark des Technologie- und Gewerbeparks Eberswalde (TGE) gebaut wird. Diese Planung verstößt eindeutig gegen den vorliegenden Bebauungsplan des TGE. Auf Anfrage wurde mir bestätigt, dass der Bebauungsplan bei den Podiumsteilnehmern bekannt sei. Außerdem solle „ich mich nicht so haben, denn Lichterfelde sei schließlich kein Kurort“.

Diese Aussage wurde von jemandem unter Zeugen getätigt, der seinen Wählern keine 300 Meter von ihren Grundstücken entfernt eine Biogasanlage bescheren möchte. Deshalb muss davon ausgegangen werden, dass bei den Verantwortlichen des TGE entweder der Bebauungsplan bekannt ist und man von Vorsatz ausgehen kann, oder sich die handelnden Personen durch Unkenntnis disqualifizieren. Beides wäre für die Wirtschafts- und Tourismusförderung im Landkreis Barnim ein schwerer Schlag. Von Interessenskonflikten in den ausgeübten ehrenamtlichen und beruflichen Tätigkeiten sei erst gar nicht geredet.

Es ist schon sehr bedenklich, dass es seit der Wende nicht gelungen ist, auf dem TGE – abgesehen von ein paar sporadischen Ansiedlungen – flächendeckend Unternehmen anzusiedeln. Es ist dem Steuerzahler nur noch schwer zu vermitteln, welchen Sinn und Zweck eine derartige Einrichtung überhaupt macht, wenn möglicherweise die Technischen Werke die gleichen Aufgaben auch ohne eine solche „Beschäftigungsgesellschaft“ erfüllen könnten.
Etwas verständlicher wird dann auch, dass der Bereich Wirtschaftsförderung Bernau seinen eigenen Weg gehen will.

Hier einige Zahlen und Denkanstöße zur Biogasanlage:

1. Die Anlage soll mitten im Wald zwischen Eberswalde, Lichterfelde und Britz-Chorin gebaut werden. Besteht hier eine Förderung von 45% bis 50% durch das Land?

2. Das Objekt ist nur ca. 300m von den Grundstücken der Gartenstraße in Lichterfelde entfernt, also werden geltende Abstandsregelungen nicht eingehalten. Diese belaufen sich auf 500m.

3. Die Anlage soll rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche laufen. Starke Lärm- und Geruchsbelästigung durch Gasverbrennung (4 geplante Gasturbinen) und den Umschlag der Silage wären die Folge.

4. Mindestens 100.000 Tonnen Maissilage müssten durch alle angrenzenden Orte (Lichterfelde, Eberswalde, Britz, Finowfurt usw..) mittels Traktoren oder Lkws transportiert werden. Die Folge wäre Lärm, Gestank und Staub.

5. Der entstehende Dünger wird auf dem gleichen Weg wieder zurücktransportiert.

6. Für 100.000 Tonnen sind etwa 5.000 Fahrten notwendig, dazu kommen die Fahrten für den Transport des Düngers und die jeweiligen Leerfahrten. Aus 5.000 werden somit schnell 20.000 Fahrten. Wenn Erntezeit ist, werden die Bauern sicher auch sonntags fahren. Außerdem wird gewiss von früh bis spät gefahren.

7. Mögliche (anteilige) Grundsteuereinnahmen werden durch die notwendig werdenden Sanierungen der Infrastruktur (Strassen, Wege, Verkehrsleiteinrichtungen, …) wieder verzehrt.

8. Vier geplante Silos á 25.000 Tonnen Maissilage locken Ungeziefer an und verursachen bei ihrer Beschickung Lärm, Gestank und Staub.

9. Für die benötigte Menge Mais werden mehr als 2.400 ha Anbaufläche benötigt. Als Folge dessen wird der Anbau von Genmais nötig.

10. Der Anbau von Mais verändert die regionale Landwirtschaft nachhaltig. Es werden andere landwirtschaftliche Zweige, z.B. Fleisch-, Eier- und Pflanzenproduktion zurückgedrängt und Monokultur entsteht.

11. Problematisch ist der Standort direkt neben dem Krematorium aus feuerschutzrechtlichen Gründen. Außerdem werden die angrenzenden Wälder bejagt. Der auf der Anlage befindliche Gastank ist somit gefährdet.

12. Sehr problematisch ist aus hygienischer Sicht die Nähe zum Unternehmen „Frischdienst“ und dem Obst- und Gemüsegroßhandel. Bei Referenzanlagen in Penkun und Anklam sind diese jeweils ca. 1 km vom nächsten Ort entfernt und grenzen direkt an die ersten Felder. Es besteht bei beiden Objekten eine große Nähe zu den nächsten Überlandstrassen. Dieses ist in Eberswalde nicht der Fall. Hier müssen weite Transportwege zurückgelegt werden.

13. Das Projekt widerspricht in allen wichtigen, grundlegenden Punkten dem Bebauungsplan des TGE.

14. Da seit Monaten hinter den Kulissen geplant und projektiert wird, besteht dringender Handlungsbedarf.

15. Obwohl das Projekt nur mit Maissilage projektiert ist, sind nach Aussage einiger Experten auch alternative Zusätze möglich, so z.B. Bioabfälle, Gülle, andere Getreidearten oder sogar Tierkadaver. Mögliche Sondergenehmigungen könnten dadurch die Belastungen weiter erhöhen.

16. Umweltexperten sehen heute eher einen Trend zu kleineren Anlagen (z.B. 0,5 Megawatt), die den regionalen Strommarkt ergänzen.

17. Derartige Anlagen dienen meist als Investment-Objekt und werden durch geschlossene Biogas-Fonds finanziert. Ein ökologisches Anliegen kann also erst an zweiter Stelle – wenn überhaupt – unterstellt werden.

Es soll an dieser Stelle nicht Panik verbreitet werden, aber so schlimm wie befürchtet, kommt es oft auch, und lange Transportwege durch alle angrenzenden Orte über Land- und Bundesstrassen werden wie schon bei anderen Fehlplanungen zu starken Einschränkungen der ansässigen Bevölkerung führen.

Abschließend sei noch an die (Förder)gelder erinnert, die im Landkreis Barnim für den Erhalt der Natur und deren Vielfältigkeit ausgegeben werden. Investitionen in das beschriebene Biogas-Projekt könnten die bisherigen Anstrengungen, eine touristische Kernkompetenz im Landkreis Barnim herauszuarbeiten, komplett negieren.

Da selbst einige Grünen-Politiker auf Anfrage keinerlei Bedenken gegen die Ansiedlung hätten, sei noch mal betont: Obwohl im Begriff „Biogasanlage“ der Wortteil „Bio“ vorkommt, sollte man die Hintergründe dennoch genau erfragen, denn von ökologisch kann man hier nur reden, wenn durch den mittelbaren und unmittelbaren Betrieb der Anlage keine negativen Umwelteinflüsse ausgehen.

Stefan Reckin, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH)

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16 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Lieber Herr Reckin,
    danke, dass Sie diese Angelegenheit ansprechen!
    Ein solches Bauvorhaben darf nicht zu einem reinen Verwaltungsakt werden. So halte ich es für wichtig, ja für schier notwendig im Sinne der Demokratie und Transparenz, dass die ansässige Bevölkerung so früh wie möglich über solche Angelegenheiten bestens aufgeklärt wird.
    Schon einmal wurden die Eberswalder und Schorfheider Bürgerinnen und Bürger nicht rechtzeitig informiert, und zwar im letzten Jahr, als in gewissen Kreisen bekannt wurde, dass die Firma Theo Steil in Eberswalde eine Sondermüllverbrennungsanlage bauen will. Solche Fehler dürfen sich nicht wiederholen. Transparenz darf eben nicht fehlinterpretiert werden als durchsichtige Büroräume im neuen Kreishaus. Ich werde mich dafür einsetzen, dass dieses Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des kreislichen Umweltausschusses (A5) gesetzt wird. Diesbezüglich würde ich mich freuen, wenn Sie dann an der Sitzung teilnehmen könnten und in der Bürgerfragestunde fachliche Inhalte geben würden. Ich werde Sie in der Sache frühzeitig benachrichtigen.

    Dr. Andreas Steiner
    Sachkundiger Einwohner im Ausschuss für Landwirtschaft, Umweltschutz und Abfallwirtschaft (A5) des Kreistages Barnim

  2. In den letzten Tagen gab es einen Artikel in der MOZ (vgl. http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Eberswalde/id/175419) bzgl. einer geplanten Ferkelaufzucht- und Biogasanlage in Ziethen. Diese geplante Anlage zeigt einige recht interessante Sachverhalte auf.
    Abgesehen davon, dass es natürlich bei einem derartigen Projekt alle notwendigen Überprüfungen geben muß und wohl auch geben wird, sind einige gravierende Unterschiede zum Projekt in Eberswalde zu erkennen.

    1. In Ziethen soll es lt. MOZ eine Kraft-Wärme-Kopplung geben, so dass die entstehende Wärme zum Beispiel zur Beheizung der schon vorhandenen Stallungen und zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden kann, in Eberswalde wird die Abwärme ins immer wärmer werdende Klima gepustet.

    2. In Ziehten soll eine vergleichsweise kleine Biogasanlage direkt neben den Stallungen gebaut werden, so dass es praktisch keine längeren Transportwege gibt. In Eberswalde liegt der Standort mitten im Wald, kilometerweit entfernt vom nächsten Stall oder Maisfeld.

    3. In Ziethen haben die Grünen Bedenken und äußern diese auch. Konkret geht es um die Nähe zum Biosphärenreservat Schorfheide und die Nebenwirkungen eines solchen Betriebes. In Eberswalde standen verschiedene führende Vertreter der Grünen einer 5-Megawatt-Anlage mitten im Wald positiv gegenüber und äußerten dieses im persönlichen Gespräch mit mir und anderen auch.

    Es verwundert schon, dass in Ziethen die dortigen Grünen trotz BIO-gasanlage und entstehendem BIO-dünger Zweifel am Projekt äußern, obwohl es wesentlich wirtschaftlicher und ökologischer arbeiten dürfte als in Eberswalde. Dort scheint der vorhandene Sachverstand eine überregionale Sicht der Dinge zu ermöglichen. Es ist zu hoffen, dass sich die hiesigen Grünen, wie jede andere politische Gruppierung im Eberswalder Umland auch, den Leitsatz einer sehr bekannten deutschen Kindersendung zu Eigen machen, nämlich „Wer nicht fragt bleibt dumm“.

  3. Die geplante Biogasanlage in Eberswalde ist ein Thema, das unbedingt in den Umweltausschuss des Kreises muss. Leider wurde es, bislang nicht auf die Tagesordnung unserer nächsten Sitzung am 6.März 2007) gesetzt. Ich werde das Thema aber unter Verschiedenes ansprechen und für die Angelegenheit sensibilisieren.

  4. Noch etwas: Herr Reckin, Sie hatten mir mitgeteilt, dass Sie am nächsten Dienstag leider zeitlich verhindert sind, zum A5 zu erscheinen. Deshalb meine Frage: Hätten Sie einen in der Angelegenheit eingefuchsten Vertreter, der die Sache in der Bürgerfragestunde (mit Anfragen an die Verwaltung) vorstellen würde? Solch eine sachkompetente Bürgerbeteiligung würde uns als Ausschuss unheimlich unterstützen.

  5. Hallo Dr. Steiner, habe selbst die Möglichkeit am 6.3. zu erscheinen. Kann Ihnen, soweit ich in der Materie stecke, gerne Rede und Antwort stehen. Werde für Sie einen kompletten Satz Kopien bereitstellen.

  6. Oh, das ist super!
    Ich werde morgen meinen Ausschussvorsitzenden Madeja anrufen, dass dieses Thema Gegenstand in der Bürgerfragestunde sein wird. Dann ist er auch besser darauf vorbereitet.

  7. Das wird Herrn Madeja als Gemeindevertreter der Gemeinde Schorfheide ganz sicher interessieren, denn die Gemeinde Schorfheide wollte sich auch eine Scheibe vom Investitionsvolumen (25 Mio. Euro lt. Scoping-Veranstaltung) abschneiden. Ich könnte mir vorstellen, dass Herr Madeja von den handelnden Personen in der Gemeinde Schorfheide auch nicht mit Informationen überschüttet wurde. Der Westpark des TGE liegt teilweise auf dem Gebiet der Gemeinde Schorfheide. Dort steht zum Beispiel schon das Krematorium.

  8. Für viele Verbräuche werden dem Endverbraucher heute im Internet Vergleichsrechner angeboten.
    Es ist unglaublich, aber auch dem interessierten Einzelbauern oder der geneigten Genossenschaft wird ein Biogas-Vergleichsrechner angeboten. Selbst die 3 möglichen Boni nach EEG sind in der berechnung enthalten:

    http://www.iwr.de/biogas/eeg-rechner/index.php

    Recht gut wird der gesamte Herstellungsprozeß (incl. Vor- und Nachteile) bei Wikipedia dargestellt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Biogasanlage

    Hier noch einige „gegoogelte“ Artikel, die Probleme mit Biogasanlagen aufzeigen:

    Ich sage es an dieser Stelle nochmal ausdrücklich:

    Ich bin grundsätzlich für die Nutzung alternativer Energieerzeugung, auch durch Biogas. Es sollte aber dort ablaufen, wo es sowieso schon stinkt, also z.B. angrenzend an vorhandene Stallanlagen, oder Getreidelager und in an die regionalen Gegebenheiten angepassten Dimensionen. Da wo schon Silage hergestellt wird fallen weitere Silos nicht auf, und da wo schon Stallungen vorhanden sind, kann auch eine KWK (kraft-Wärme-Kopplung) realisiert werden. Lange Transportwege und damit zusätzliche Umweltbelastungen werden so vermieden.

    Bei allen Anlagen zur Energieerzeugung sollten heute neben den normalen Untersuchungen auch die realen Wirkungsgrade unter die Lupe genommen werden, nach der Devise: Niedriger Wirkungsgrad, keine Förderung.
    Zum Beispiel die Nutzung bisher vergeudeter Abwärme wäre schon einmal ein Beitrag gegen den Klimawandel.

  9. Habe gerade Frontal21 geschaut und zu den oben beschriebenen Stallungen in Ziethen noch einen Nachtrag.

    Auch hier sollte die Größe überschaubar bleiben und an erster Stelle die zu haltende Kreatur stehen.

    Was man in Holland nicht mehr darf wird nun bei uns im Osten durchgezogen. Betriebe wie unsere tolle Schweine-KIM (SZME) und noch größere werden uns „offeriert“. Wenn sowas durchkommt, muss man sich über die Klischees über uns Ossis auch nicht mehr wundern.
    In Holland ist der Boden flächendeckend mit Stickstoff und Phosphor verseucht. Deshalb kann man dort nur Schweinezucht betreiben, wenn ein Betrieb geschlossen wird, und dann nur im gleichen oder in geringerem Umfang.
    Aber worauf soll man sich derzeit noch alles konzentrieren und in Ziethen sollen es ja wohl „nur“ 30.000 Schweine sein.
    Interessant ist in diesem Zusammenhang vieleicht, dass ein Schwein mehr Exkremente produziert als 2 Menschen. In Anbetracht dieser Tatsache ist eine Biogasanlage dann wohl zwingend notwendig, denn die Genehmigung für die Schweinezucht ist wohl schon nahezu erteilt.
    Ob eine Gefahr des Umkippens der Seen und des Übersäuerns der Wälder im Umkreis besteht ist aber dennoch genauestens zu prüfen. Sonst hat man bald einen noch besseren Blick auf den Werbellinsee als nach der Fällung der 50 „Sauerstoffspender“ am Askanierturm.

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  12. Die Aufmerksamkeit für die Biogasanlage freut natürlich, besonders weil ich auf dem letzten A5 erfahren habe, dass bereits ein Antrag beim LUA vorkiegt. Die wollen das Ding wirklich bauen, mit ca. 1400 Quadratkilometern Schorfheide im Norden und dem Eberswalder Stadtgebiet im Süden. Das ist ein absolutes Unding, dem wohl nur über den Weg landwirtschaftlicher Argumente beizukommen ist. Das LUA hat nach Aussagen Herren Buders hier bezüglich Umweltschutz wenig oder keine Handhabe.
    Es bleibt zu sagen: Willkommen Monokultur und Genmais. Tschüß vielfältige (Bio)-Landwirtschaft, denn wenn man mit dem Maisanbau sichere (vertraglich festgelegte) Einnahmen einfahren kann wird man wohl eher keine Eier, Fleisch, Obst, Gemüse oder unterschiedliche Nutzpflanzen anbauen.
    Wer an diesem Szenario zweifelt sollte sich gerne einmal das nähere Umfeld der Anlagen in Anklam und Penkun anschauen. Das kommt auch auf uns zu.

    Am 4.04.2007 wurde übrigens ein Bericht zu diesem Thema bei fokus.de veröffentlicht. darin hieß es, dass Bier wohl teurer wird weil die Bauern statt gerste lieber Rohstoffe für die Bioenergieerzeugung anbauen.
    http://www.focus.de/finanzen/news/bioenergie_aid_52631.html

    Diese Folge ist bei allen Veredelungsprodukten der Landwirtschaft zu befürchten (Obst, Gemüse, Fleisch, Eier, usw. usw.).

    Ich wünsche abschließend allen Lesern und Schreibern einen fleißigen Osterhasen und angenehme Feiertage.

  13. Der Typ der diesen Artikel verfasst hat sollte sich mal ernsthaft über die Landwirtschafft informieren ! Aus diesem Artikel geht hervor das das Fachwissen des verfassers gleich null in beziehung auf Silage etc. ist. Artikel nicht wirklich zu gebrauchen.

  14. Das glaube ich doch glatt, vor allem weil der Verfasser von „Ist nicht wichtig“, seinen Namen nicht hergibt und sicher genau so nah an dem, was geplant ist, wohnt wie wir. Beim A5 war derjenige wohl nicht (denn eine solche Meinungsäußerung wäre dort aufgefallen!)und im großen und ganzen würde ich jemanden, der sich anonym äußert als feige S… bezeichnen. Wo wir wieder bei der Landwirtschaft wären. Man kann sich denken, wer dahinter steckt. Die Sache mit dem Genmais ist übrigens in aller Munde – sicher nur ein ganz unwahres Gerücht.

  15. Zusatz zu „Ist nicht wichtig“: Sind wir der deutschen (Schrift-)Sprache evtl. nicht ganz mächtig? Im Übrigen, um zu dem Artikel auch etwas zu sagen. Er ist sehr detailliert recherchiert worden, durch diverse Quellen und auch durch Besuche bei vergleichbaren Anlagen, so dass es überaus unsachlich ist, hier mit schwacher Rechtschreibung den Inhalt demontieren zu wollen. Darüber hinaus müsste man sich im Finanzwesen auskennen und nicht nur mit Gülle und Silage!!!

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