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Märkische Oderzeitung driftet nach rechts

Lieber Rüdiger Thunemann von der „Märkischen Oderzeitung“,

Ihr heutiger Artikel „Fördermittel für die Allee sichern“ nimmt die Diskussion auf, die wir gestern hier auf dem Barnim-Blog begonnen haben. Das ist gut so. Aber dann tun Sie etwas, was weder mit der Freiheit der Berichterstattung zu erklären noch mit Ihrem selbstgewählten Anspruch an Qualitätsjournalismus zu vereinen ist. Sie räumen demagogischen Argumenten von Populisten breiten Raum in Ihrem Blatt ein – für die Presse im Barnim ein bisher einmaliger Vorgang.

Vor einigen Tagen habe ich Ihre Zeitung zur Probe abonniert. Dieses Abonnement werde ich nun wieder kündigen. Diese Art von märkischem Beobachter brauche ich wirklich nicht.

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3 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Die Logik des Herrn Peter Mauritz von der Ex-Schill-Partei ist ja auch sagenhaft. Er wird in der heutigen Ausgabe der MOZ mit folgendem Satz zitiert: „Wenn die Allee noch etwa 20 Jahre bestehen soll, würde sich die dann nötige Erneuerung enorm verteuern. Deshalb sei jetzt der günstigste Zeitpunkt für eine Sanierung. […] Wenn wir also die Möglichkeit haben, Neues, Gutes und lange Bestehendes schaffen zu können, müssen wir den Dezernenten Carsten Bockhardt unterstützen“.

    Offenbar hat Herr Mauritz solche geistigen Ergüsse selten und die Schleimertour mit Herr Bockhardt bzw. die Unterstützung der großen CDU unbedingt nötig. Zukunft wird seine politische Splitterorganisation mit zweifelhaftem demokratischen Verständnis im Barnim (und hoffentlich auch anderswo) nicht haben.

  2. Ich schließe mich den beiden Meinungen vorbehaltlos an und möchte sie noch ergänzen. Die MOZ möchte ich mit einem Schiff vergleichen, einem Schiff ohne Ladung. Wenn ein Schiff also nur wenig Inhalt hat, ist es besonders windanfällig und im Augenblick driftet das Schiff nach rechts. Noch vor Wochen driftete es in Richtung „Theo-Steil-GmbH“ weil das Unternehmen (nach Aussage eines MOZ-Mitarbeiters) die eine oder andere Annonce mit an Bord bringt. Der Druck der Bevölkerung und sicher auch die klare Faktenlage machte aber in der Folge einigen Eindruck auf den diensthabenden Steuermann, so dass auch der eine oder andere Leserbrief (nicht alle, wie die Mitarbeiterinnen immer wieder versprechen) veröffentlicht wurde.
    Es ist außerdem auch die falsche Jahreszeit um die MOZ in der gewohnten Weise zu füllen. Deshalb wird auch das wohl schwierigste Thema angegangen: die (Amateur)regionalpolitik. Kurz nach der Wende lockte die „Buschzulage“ viele drittklassige Westpolitiker in den Osten. Es beschleicht mich das Gefühl, dass viele geblieben sind.
    Es kommt aber gewiss auch wieder die Gelegenheit, dass Hobbygärtner, Kleintierzüchter oder Brieftaubenfreunde seitenweise Gelegenheit bekommen Super-Rammler oder nicht mehr genießbare 1m bis 2m lange Zucchinis zu präsentieren.
    Am Ende fehlt den Schreibern der MOZ nur eines, nämlich eine handfeste Konkurrenz in Ostbrandenburg. Alles andere resultiert daraus. Vieleicht könnte Konkurrenz ja dafür sorgen, dass irgendwelche „Kopfgeburten“ von Politikern auch mal hinterfragt und nicht jeder Blödsinn hingenommen würde.

  3. Dem kann man nur zustimmen. Mehr Meinungsvielfalt ist notwendig – der bar-blog leistet dafür einen wichtigen Beitrag. Zur MOZ kann ich nur sagen, dass der Barnimer Lokalleiter, Rüdiger Thunemann, von der Berliner Morgenpost zur MOZ entsorgt wurde. Übrigens auch der Chefredaktuer F. Mangelsdorf. Ob die beiden selbst dem konservativen Axel-Springer-Verlag zu weit rechts waren?

    Stefan