web analytics

Christoffers setzt auf`s Geld – PDS-Landtagsabgeordneter nimmt Abschied vom Alleenschutz

„Geld regiert die Welt“. Frei nach diesem sattsam geläufigen Motto bekennt sich jetzt offenbar auch der PDS-Landtagsabgeordnete und ehemalige Landeschef Ralf Christoffers zum „Naturschutz mit der Kettensäge“.

Nach Informationen der „Barnimer Bürgerpost“ erklärte Christoffers zum momentanen Sachstand im Fall „Allee Rüdnitz-Danewitz“:

(…) Jetzt sollte die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes abgewartet werden, bevor Veränderungen in der ursprünglichen Planung vorgenommen werden. Die Sicherung der zugesagten Fördermittel sollte in diesem Zusammenhang ein wichtiges Anliegen sein, welches ich im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen werde.

(…) Es wird auch in der Zukunft landschaftsprägend und artenerhaltend sein, Alleen gleichen Alters zu haben. Im Einzelfall wird es deshalb notwendig sein, bei der Sanierung von Alleen komplette Neuanpflanzungen vorzunehmen.

Nachdem die PDS in der Vergangenheit mehrfach mit markigen Bekenntnissen zum Alleenschutz auf sich aufmerksam zu machen suchte, machen sich Einzelne, in Aussicht erklecklicher Fördersummen, offensichtlich doch ganz bereitwillig zum „Stiefelknecht des Kapitals“.

Für eine angeblich sozialistische Partei ist das irgendwie traurig.

Christoffers setzt auf`s Geld - PDS-Landtagsabgeordneter nimmt Abschied vom Alleenschutz auf Facebook teilen
Christoffers setzt auf`s Geld - PDS-Landtagsabgeordneter nimmt Abschied vom Alleenschutz auf Twitter teilen
Christoffers setzt auf`s Geld - PDS-Landtagsabgeordneter nimmt Abschied vom Alleenschutz auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

6 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Ein Musterbeispiel eines Opportunisten, das Ralf Christoffers hier abgibt. Vor hundert Jahren, als unsere Allee gepflanzt wurde, wäre er mit dieser Nummer vielleicht noch zu einer Fußnote in Lenins Werken gekommen. Hundert Jahre später ist es völlig undenkbar, dass eine intakte Allee aus Profitinteresse mit EU-Fördermitteln gefällt werden soll, und ein PDS-Landtagsabgeordneter aus dem Niederbarnim dazu Beifall klatscht.

    Nach Petra Bierwirth (SPD) mit ihrem Skandal-Interview hat sich hier ein zweiter Abgeordneter aus dem Barnim in Umweltfragen selbst disqualifiziert.

  2. Ich denke mal, dieser Artikel stammt nicht original aus der Feder des Herrn Landtagsabgeordneten Ralf Christoffers, sondern von seinem Genossen der Linkspartei.PDS, dem Kreistagsabgeordneten Lutz Kupitz, der bereits in der Vergangenheit des öfteren bewiesen hat, dass er lieber mit der Wirtschaft bandelt, als sich um die sozial Benachteiligten in unserer Region zu kümmern (was sich seine Partei ja prioritär auf die Fahnen geschrieben hat).
    Unabhängig davon, meine „Herren Sozialkämpfer“ der Linkspartei.PDS, zeugt es von fachlicher Unkenntnis, was Sie hier behaupten: Es ist keine Frage von Zuständigkeiten, ob die Allee Rüdnitz-Danewitz-L29 abgeholzt werden darf oder nicht. Wenn ich mich beispielsweise im Straßenverkehr bewege, komme ich auch nicht auf die Idee, nach Zuständigkeiten zu fragen, sondern ich muss mich nach den mir vorgegebenen Vorschriften richten.
    Genauso verhält es sich in der Alleenproblematik. Unabhängig davon, ob nun eine kreisliche Behörde oder eine Landesbehörde tätig werden, haben sich beide ohne wenn und aber an Gesetze zu halten! Und solche Gesetze sind der § 31 BbgNatSchG („Brandenburgischer Alleenschutzparagraph“) und der § 42 BnatSchG, Abs. 1. (Artenschutzparagraph des Bundesnaturschutzgesetzes). Dies gilt auch für das Großherzogtum Barnim. Beide Gesetze verbieten das Abholzen von ausreichend vitalen Alleen, wenn kein höheres Interesse im Sinne des Gemeinwohles (z.B. bei Großprojekten wie Flughafenbau, Autobahnbau oder was auch immer) vorliegt. Und dies ist bei einer Verbindungsstraße zwischen den Ortschaften Rüdnitz und Danewitz sowie der L29 bei weitem nicht gegeben.
    Und inwieweit die Interreg IIIA-Fördermittel der EU, die eigentlich für die Förderung grenzüberschreitenden Verkehrs vorgesehen sind, für Dorfverbindungsstraßen weitab der Grenzüberganges verwendet werden dürfen, werden nicht Sie zu entscheiden haben, Herr Christoffers, sondern dies prüfen derzeit andere Institutionen, u.a. diese:
    Rechtmäßigkeit der EU-Förderung der Allee Rüdnitz-Danewitz-L29 wird überprüft

    Und wieso, Herr Christoffers, sollte es „ auch in der Zukunft […] artenerhaltend sein, Alleen gleichen Alters zu haben“? Als Ökologe verstehe ich diesen Satz vom Sinn her überhaupt nicht. Aber vielleicht können Sie mir diesbezüglich noch Nachhilfeunterricht erteilen, warum gerade Alleen gleiches Alters eine höhere Artenvielfalt aufweisen sollen??? Und zu guter Letzt, Herr Christoffers, ist es mir unverständlich, warum Sie den unschönen Begriff „Fällung oder Vernichtung von Alleen“ nicht klar und mutig benennen, sondern ihn durch das positiv besetzte Wort „Sanierung“ umschreiben? Für mein Verständnis ist das, mit Verlaub, ziemlich pervers.

  3. Pingback: Märkische Oderzeitung driftet nach rechts « BAR-blog | Wir bloggen den Barnim

  4. Um keinen falschen eindruk zu erwecken gebe ich übrigens gern zu, dass es durchaus PDS-Abgeordnete gibt (z.B. Prof. Elsner aus Panketal)die den Schutz unserer Bäume und Alleen unverändert ernst nehmen und sich engagiert für deren Erhalt einsetzen.

  5. Pingback: Barnimer Direktkandidaten für die Landtagswahlen in Brandenburg 2009 – heute: SPD und Linke