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Fair gegen Eis und Schnee

panketal-triftstrase.jpgNach langanhaltender Abstinenz hat der Winter unsere Region jetzt doch noch erreicht. So schön die weiße Pracht auch sein mag, stellt Sie den zur Straßenreinigung verpflichteten Barnimer oft vor „erhebliche, sportliche Herausforderungen“. Einige Menschen stoßen beim teils täglichen Kampf gegen Schnee und Eis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Deshalb liegt es eigentlich nahe sich das Leben ein wenig zu erleichtern und „kleinen Helfern“ wie dem Streusalz einen Großteil der Arbeit zu überlassen. Das aber ist aus gutem Grund vielerorts strengstens untersagt.

Streusalz als Taumittel zu benutzen, ist unnötig und in hohem Maße umweltbelastend. Negative Folgen des Salzstreuens sind das Absterben von Straßenbäumen und die Belastung des Grundwassers sowie der Flüsse.

Auch für Haustiere ist Streusalz schädlich – es verätzt die Pfoten der Tiere. Als Alternative zum Streusalz haben sich Sand, Splitt oder Granulat bestens bewährt. Grundsätzlich sind alle Auftaumittel in hohem Maße umweltschädlich, sei es durch Überdüngung des Bodens bei Harnstoff und Ammoniumsalzen oder durch direkte Schädigungen der Pflanzen mit Natriumchlorid (Kochsalz), Calciumchlorid, anderen Salzen und deren Gemischen. Deshalb empfiehlt das Umweltbundesamt, beim Kauf von Streumitteln auf den blauen Umweltengel – „Umweltzeichen, weil salzfrei“ – zu achten.

In der Gemeinde Panketal z.B. ist die Benutzung von Streusalz, mit der Aussnahme von Extremwetterlagen wie Blitzeis, ausdrücklich untersagt. Dies regelt § 5 (5) der Straßenreingungssatzung. Die komplette Satzung für die Gemeinde Panketal finden Sie hier .

Auf Deutschlands Straßen ist der Einsatz des „Pflanzengiftes“ leider weitgehende zulässig, was insbesondere Alleebäumen nachhaltigen Schaden zufügt. Trotzdem mit dem Feuchtsalzverfahren eine etwas sparsamere Streumethode entwickelt wurde (die meines Wissens aber an der Danewitzer Straße noch nicht zum Einsatz kommt) sollte man perspektivisch gänzlich auf das „Einpökeln der Verkehrswege“ verzichten.

Denn die „ersalzende Sicherheit“ ist trügerisch, da die Salzeinwirkung den Bremsweg von Fahrzeugen dramatisch verschlechtert. Betroffen davon sind alle Scheibenbremsen: Zwischen Bremsscheibe und -belag bildet sich schnell eine gefährliche Salzschicht. Dadurch sinkt der Reibungswert der Bremse und die Wirkung der Bremse vermindert sich drastisch. Experten des TÜV Rheinland Berlin Brandenburg haben in Untersuchungen festgestellt, dass sich der Bremsweg dadurch um bis zu 100 Prozent verlängert.

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Panketal, Triftstraße

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.