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Mit dem Rücken zur Wand – Carsten Bockhardt braucht den Erfolg in Rüdnitz

rudnitz-im-winter.jpgIn der Auseinandersetzung um das Schicksal der Rüdnitz-Allee hält der Kreis Barnim an seiner „eindimensionalen“ Abholzungsstrategie fest. Wie Vizelandrat Carsten Bockhardt der Märkischen Oderzeitung berichtete „ebnete der Finanzausschuss in der vergangenen Woche den Weg für den sofortigen Beginn der Fällung, sollte das Gericht dafür grünes Licht erteilen.“ Nachdem der Vizelandrat noch kurz zuvor sehr selbstbewusst auftrat und dem Landesumweltamt über die Presse schon mal ausrichten ließ, wie er sich den Verlauf des weiteren Verfahrens vorstelle, werden jetzt deutlich leisere Töne angeschlagen.

Dennoch regieren weiterhin die Scheuklappen und die Hoffnung auf einen „günstigen Gerichtsentscheid“. Warum Bockhardt so alternativlos an seiner „Radikallösung“ festhält, erschließt sich, angesichts der massiven Proteste und zahlreichen Gegenargumente und Alternativen im Alleenstreit, allerdings nicht auf den ersten Blick. Schaut man jedoch genauer hin, ergibt sich das Bild eines Mannes der dringend „Erfolge“ braucht. In der Tat agierte der 50-jährige Panketaler in den letzten Monaten mit wenig Fortune.

So war seine Kandidatur zum Bürgermeister von Eberswalde im November 2006 letztendlich ebenso erfolglos, wie die zum Beisitzer des Landesvorstandes der brandenburgischen CDU. Die nunmehr 2-fache Vereitelung seiner Strategien im Rüdnitz-Fall durch Gerichte bzw. Behörden hat seine Position zusätzlich geschwächt.

Jüngstes Glied in der langen Kette beruflicher und politischer Niederlagen:
“Der Bernauer Wirtschaftsausschuss rückte nicht von der Gründung einer eigenen GmbH zur Wirtschaftsförderung ab“. Bockhardt hatte bis zuletzt versucht, dies zu verhindern und die „Abtrünnigen in den Schoß der kreislichen Gesellschaft WITO zurückzuführen“. Das ist zumindest menschlich durchaus verständlich, deutet doch die Bernauer Entscheidung auf Misstrauen oder Unzufriedenheit gegenüber der Arbeit der WITO hin und ist für einen Wirtschaftsdezernenten natürlich unerfreulich. Das letzte Wort in dieser Sache ist allerdings noch nicht gesprochen.

Nachdem Bodo Ihrke das „Rüdnitz-Projekt“ im November 2006 zur „Chefsache“ erklärte, enthielt sich Bockhardt weitgehend der Alleen-Diskussion. Seine „öffentliche Wiederauferstehung“ lässt verschiedene Schlussfolgerungen zu. Möglicher Weise hat der Landrat die Zeichen der Zeit erkannt und möchte die „drohende Niederlage“ sowie die damit verbundene Blamage lieber an seinen „erfahrenen Stellvertreter“ delegieren.

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Danewitzer Straße in Rüdnitz, 8. Februar 2007

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9 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Wär doch schade um diesen fähigen Mann, wenn er über diese lächerliche Rüdnitz-Allee-Geschichte stolperte. Vielleicht sollte man ihn lieber gleich schnell wegbefördern von dieser gefährlichen Stelle und ihm z.B. das hohe Amt des 2. stellvertretenden Baumpatenschaftsschriftführers für die drei neuen Bäume in der Panketaler Ganghoferstraße antragen. Oder halt irgendwas in der CDU wie Parteivorsitz oder so.

  2. Um den Unterhaltungswert des Barnim-Blogs weiter zu steigern haben wir an dieser Stelle ein kleines Bilderrätsel eingefügt.
    Finden Sie bitte die vielen Autos, die , nach Meinung der Kreisverwaltung, die Danewitzer Straße täglich befahren

  3. Im Übrigen scheint das schief stehende Ortseingangsschild von Rüdnitz nicht standfest zu sein. Es sollte ein Kreuz oder einen roten Punkt erhalten.
    Zumindest müsste schleunigst eine Schildschau anberaumt werden, die klären soll, ob man das Schild fällen muss oder ob hierbei ein Rückschnitt die ausreichende Verkehrssicherheit verschafft.

  4. … das habe ich extra für gewisse Schildbürger geschrieben!

  5. Wer einen solchen Bock ha(rd)t eignet sich nicht zum Gärtner. Der schützt seine Kulturen.
    Holz gehackt, Holz gehackt,…

  6. Es ist nun endlich die Zeit, etwas durchzuatmen. Und das ist ganz im wörtlichen Sinne zu verstehen. Einen Wermutstropfen stellt da nur das befürchtete zukünftige Desinteresse an der bestehenden Allee dar.

    Was die Situation allerdings erneut zeigt, ist, dass einige unserer Regional-„Artisten“ überaus schlechte Verlieher sind. Herr Bockhardt hat es nun schon auf zwei Niederlagen auf seinem Konto gebracht. Dieses darf seinem bisherigen Weg gerne zur Gewohnheit werden.
    Einer, der ihn bereits besiegt hat, ist nun auch gleich mit dem Ausmisten im Eberswalder Rathaus befasst. Boginski vs. Birk könnte die Schlagzeile lauten. Nicht wenige würden bei einer „Pensionierung“ Birks nur zu gerne 75% der Bezüge weiterzahlen. Haben doch viele noch seine Versicherungen in den Ohren, die er gegenüber einer Steil-Abordnung im November 2006 äußerte (vgl. MOZ). Die Stadt Eberswalde würde keine Bauplanung durchführen, die einen Bau der MVA Eberswalde verhindere. Nur knapp 4 Monate danach hat Herrn Birk sowohl die Realität, als auch die Veränderungssperre eingeholt.
    Was bleibt ist die Hoffnung auf einen angenehmen Ruhestand für den (ehemaligen) Beigeordneten und auf ein ausgeglichenes Konto mit Herrn Bockhardt.

  7. Pingback: Der Bock und sein Gärtner « BAR-blog | Wir bloggen den Barnim

  8. Pingback: Endlich Sieger – Carsten Bockhardt gewinnt die „Goldene Kettensäge“ « BAR-blog | Wir bloggen den Barnim