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Zwanzig gesunde Alleebäume in Sommerfelde gefällt

Am Dienstag wurden in Sommerfelde etwa 20 gesunde Linden 22 Alleebäume, überwiegend Ahorne, durch eine Firma aus Cloppenburg gefällt.

Schämen Sie sich nicht?
Sommerfelde, Fahrtrichtung Hohenfinow, 30. Januar 2007

Schämen Sie sich eigentlich im Bauordnungsamt der Kreisverwaltung Barnim Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, wenn Sie diese Bilder sehen? Sie sollten sich schämen, vor Ihren Kindern und vor den Menschen im Barnim.

Kerngesund

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8 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. ich bin fassungslos und mir fehlen langsam die Worte.
    Wann hört dieser Baumfrevel unserer „Unteren Naturschutzbehörde“ endlich auf ?

  2. Im Prinzip können die Naturschutzverbände zu, den Fällungen oft zu Grunde liegenden, Baumschauen Beobachter entsenden.
    Leider fehlt hierfür augenscheinlich oft die Zeit bzw. ausreichend „geschultes Personal“.
    Ich halte es für wichtig, dass wir auch an diesem Punkt arbeiten. Nicht nur am Beispiel der Rüdnitz Allee haben wir gesehen, was möglich ist wenn entsprechende Planungen einiger Maßen rechtzeitig bekannt werden.

    Das im Barnim derzeit radikal Alleenbestände „entsorgt werden“ ist auch aus meiner Sicht auffällig und verlängt nach umfassender Klärung der Hintergründe.

  3. Wie ich erst jetzt erfuhr, sind hier keine Linden, sondern Ahorne abgesägt worden. Die Verantwortung dafür liegt nicht bei der Kreisverwaltung, sondern beim LSB Eberswalde, da es sich um eine Bundesstraße handelt.

    Ich bitte um Entschuldigung, beides ist korrigiert.

  4. Vor einigen Tagen fuhr ich durch Sommerfelde, gerade an dem Tag, als die Baumfällungen stattfanden. Zuerst vermutete ich straßenbauliche Maßnahmen, wie zum Beispiel Änderungen der Straßenführung o. ä., doch dann sah ich schon vorbereitete Pflanzlöcher und die dazu gehörigen jungen Bäume. Da die zu betrachtenden Baumscheiben auf mich nicht den Eindruck kranker Bäume machten, erschließt sich mir nicht der Sinn einer Abholzung der kompletten Alleeseite in Sommerfelde und der Austausch gegen Bäume, die nur einen Bruchteil der alten Bäume an Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln. Na dann herzlich willkommen Klimawandel!!!

  5. Hallo Stefan, der Sinn dieser Abholzung erschließt sich wirklich nicht (es sei denn, jemand aus dem LSB Eberswalde hat einen Cousin in Cloppenburg), aber es hat Methode. Nachzulesen in der Anwort des Baudezernenten Dr. Prüger auf eine Anfrage im Eberswalder Bau- und Umweltausschuss.

    ————————————————————-
    Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung und Umwelt am 30. Januar 2007

    Baumfällungen in der Allee an der B167 — Ortsdurchfahrt Sommerfelde

    Sehr geehrter Herr Dr. Prüger,

    von Eberswalder Bürgern erhielt ich Hinweise darauf, daß an der Linden-Allee an der B167 — Ortdurchfahrt Sommerfelde — auf der rechten Seite (von Eberswalde kommend) derzeit Baumfällarbeiten im Gang sind, der bereits etwa 15 Bäume zum Opfer gefallen sind.
    An etwa weiteren 15 Bäumen befinden sich Kennzeichnungen, die vermuten lassen, daß diese Bäume ebenfalls gefällt werden sollen.

    Es ist davon auszugehen, daß es sich bei der Fällaktion um einen nachhaltigen Eingriff in eine geschützte Allee und in das Landschafts- und Ortsbild handelt. Die Bäume sind nach den gemachten Hinweisen gesund und vital.

    Hierzu bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:

    1.Wer hat die (halbseitige) Fällung dieser Allee veranlaßt?
    2.Welche Begründungen werden für die Fällung dieser Allee vorgebracht?
    3.Liegt ein Allee- bzw. Baumgutachten vor? Wenn ja, von wem ist dieses Gutachten verfaßt worden?
    4.Sind Stadtverwaltung und Ortsbeirat in den Entscheidungsprozeß einbezogen worden? Wenn ja, wie?
    5.Wer hat die Genehmigung für die Fällung dieser Allee erteilt?
    6.Welche Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen sind vorgesehen? Wo sind diese Ersatzmaßnahmen vorgesehen?

    Gerd Markmann
    ————————————————————-

    Antwort:
    ————————————————————-
    Ihre Anfrage zur Sitzung des Auschusses für Bau, Planung und Umwelt am 30. Januar 2007
    Baumfällung in der Allee an der B 167 — Ortsdurchfahrt Sommerfelde

    Sehr geehrter Herr Markmann,

    bezüglich Ihrer oben genannten Anfrage teile ich Ihnen Folgendes mit.

    Zu 1. Veranlassung der Fällung

    Die Fällungen wurden durch den Landesbetrieb Straßenwesen, Niederlassung Eberswalde, in Abstimmung mit der Stadtverwaltung veranlasst. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem grundhaften Ausbau der B 167 im Ortsteil Sommerfelde in den Jahren 1997 und 1998.

    Zu 2. Begründung dieser Fällung

    Bei der Fällung handelt es sich um 20 Spitzahorne, 2 Bergahorne und 5 Linden. Alle Bäume wiesen starke Höhlungen und Morschungen auf, dazu kamen gravierende Kronen- und Wipfeldürre. Keiner der gefällten Bäume wies noch ein Entwicklungspotenzial auf.

    Zu 3. Liegt ein Baumgutachten vor?

    Die Bäume wurden bei einer Begehung durch Fachpersonal eines Planungsbüros, einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, Mitarbeitern des Landesbetriebes Straßenwesen und nach Antragstellung durch die untere Naturschutzbehörde begutachtet. Dabei wurden die unter 2. aufgeführten Schädigungen der Bäume festgestellt.

    Zu 4. Einbeziehung Stadtverwaltung und Ortsbeirat

    Sowohl die Stadtverwaltung als auch der Ortsbeirat von Sommerfelde wurden über alle Maßnahmen bezüglich der Fällungen und Neupflanzungen informiert und hatten Mitspracherecht.

    Zu 5. Erteilung der Genehmigung

    Durch die Stadtverwaltung wurde eine Fällgenehmigung bei der unteren Naturschutzbehörde beantragt und erteilt. Auszug des Wortlautes der Fällgenehmigung durch die untere Naturschutzbehörde: nachfolgend

    … Die Ausnahmegenehmigung konnte erteilt werden, da überwiegende Gründe des Allgemeinwohls (hier: Herstellen der Verkehrssicherheit an einer Bundesstraße und Verbesserung des Ortsbildes) vorliegen und keine realistische Alternative zu der gewählten Variante existiert. Den anerkannten Naturschutzverbänden ist Gelegenheit zur Äußerung gegeben worden. Der Beirat der unteren Naturschutzbehörde hat der Befreiung zugestimmt.

    Die mit der Fällung der Bäume eintretenden negativen Auswirkungen werden durch die geplanten Neupflanzungen mittelfristig kompensiert…

    Zu 6. Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen

    Durch die untere Naturschutzbehörde wurde die Auflage erteilt, 97 Bäume zu pflanzen. Die Pflanzungen erfolgten bis zum 06.02.2007 beidseitig entlang der B 167 in Sommerfelde. Durch die Neupflanzungen entsteht eine neue junge Allee von der in den nächsten Jahren und Jahrzehnten alle Einwohner Sommerfeldes profitieren werden. Hier werden Bäume gepflanzt, die für den Standort stark frequentierte Straßen und schlechte Bedingungen für die Wurzelausbildung geeigneter sind.

    Mit freundlichen Grüßen
    In Vertretung

    Dr. Prüger
    Baudezernent
    ————————————————————-

    Meine persönliche Meinung: Nirgends wird soviel gelogen wie vor der Wahl, nach der Jagd und bei der Neupflanzung von Alleen.

  6. ich finde es eine Unverschämtheit das von Heute auf Morgen beschlossen wurde die Bäume zu fällen! Komischerweise wurde diese Maßnahme erst nach dem letzten „großen Sturm“ durchgeführt!Warum?! Wieso kommen Leute erst so spät auf die Idee das Gesamtbild von Sommerfelde so zuverschandeln?! Die Straße sieht unmöglich aus! Die allerbeste Idee daran ist, das man direkt an der Straße (laut den Medien) Birnenbäume gepflanzt hat?! Wer macht später mal die Straßen sauber und wer ist für die Sicherheit der Autofahrer verantwortlich die durch späteren Obstfall eventuelle Schäden davontragen?! Wenn solche Fällen eintreten will damit keiner zutun haben!!!

  7. Eine weitere Frage ist, wer jetzt, nachdem der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg
    die Fällungen angeordnet hat und durchführen ließ, nun für die Pflege der angepflanzten Jungbäume zuständig sein wird?
    Wie ich gehört habe, soll diese Verantwortung der Stadt Eberswalde aufs Auge gedrückt werden. Na denn, auf zum fröhlichen Gießen! Die Sommer im nordostdeutschen Tiefland sind meist lang und trocken und werden wohl in Zukunft noch trockener werden.

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