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Heute in der taz: Kreisverwaltung Barnim sollte Schmollecke verlassen

Die in Berlin erscheinende Tageszeitung taz titelt heute „Allee trotzt Sturm und Kettensäge“. Ulrich Schulte schreibt in seiner gewohnt pointierten Art weiter:

Gericht verbietet die schnelle Fällung von über 700 Alleebäumen bei Rüdnitz in Brandenburg. Die Kettensägenfans der Kreisbehörde müssen Landesumweltamt einschalten. Das freut Naturschützer.


In dem lesenswerter Artikel werden die Alternativen aufgezeigt, die die Kreisverwaltung nach dem Entscheid des Verwaltungsgerichtes Frankfurt gegen die Alleefällung nun hat.

Die Kreisverwaltung hüllt sich allerdings weiter in Schweigen. Auf der Website des Kreises in der Rubrik Aktuelles kein Hinweis auf das Gerichtsurteil. Statt dessen immer noch die Information zur mittlerweile vom Gericht aufgehobenen Fällentscheidung der Unteren Naturschutzbehörde und die (für die unmündigen Bürger) gekürzte Fassung der Naturschutzrechtlichen Befreiung für die Fällung von Alleebäumen.

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5 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Eine kurze Anmerkung zum ansonsten sehr guten taz-Artikel: Es sind gottlob nicht nur Naturschützer und Grüne, die sich für den Erhalt der Allee einsetzen. Inzwischen ist die Initiative ein Bündnis aus Mitgliedern der SPD, der FDP, der Grünen, der Linkspartei und vieler parteiloser Bürger. Sympathien und Unterstützung bekommen wir wirklich aus allen Schichten der Bevölkerung, von „einfachen“ Rüdnitzern, Danewitzern und Biesenthalern bis hin zu Unternehmern, Politikern und Hochschulprofessoren aus der Region.

  2. @Rüdnitzer
    … und gerade das finde ich mit die wichtigste Aussage, worauf ich besonders stolz bin!
    Der Naturschutz (in diesem Landkreis) muss auf eine breite Basis gestellt werden, ansonsten wird er keine große Lobby haben.
    Wir stehen am Anfang einer Entwicklung, ein solides Netzwerk aufzubauen, wo alle ihren Platz haben und sich jede/r nach Fähigkeiten und Bedürfnissen für die Sache (!) einbringen kann.

    Daher an dieser Stelle mein ganz besonderer Dank den Medien jenseits des Mainstreams wie dem bar-blog.de, der-ruednitzer.de und der Barnimer Bürgerpost.

  3. @ Karsten Wenzlaff
    die unbelaubte Allee sieht genauso aus wie vor dem Orkan. Karl-Heinz kann ja mal ein paar Bildchen machen.
    Lediglich ein großer Ast ist im Abschnitt Bahnübergang nach Danewitz abgebrochen. Das ist aber unter der Anzahl von 700 Bäumen einer adulten Allee nichts Ungewöhnliches. Ganz im Gegenteil zeigt dies die ernorme Bruchsicherheit der Bäume; von deren Standfestigkeit ganz zu schweigen!
    Im Übrigen hätte seinerzeit der kreisliche Baumgutachter Prof. Rudolph aus Panketal diesen brüchigen Ast entdecken müssen bzw. spätestens die Baumschauen, die auf Kosten des Steuerzahlers sage und schreibe zweimal im Jahr an den Alleen im Landkreis durchgeführt werden.
    Es ist also das Versäumnis der Landkreises, dass es zum Abbruch dieses Astes gekommen ist. Also liebe Kreisverwaltung: Baumpflege, statt Straßensperrung oder Abholzung ist demnächst angesagt!

  4. Ich kann das nur bestätigen. Ich bin noch in der Nacht zum Freitag die Allee abgelaufen, aber außer diesem einen Ast war da nichts. Viel besser als anderen Orts. Schrieb ja nicht nur die taz, sondern ebenso die MOZ und die MAZ (bitte nicht lachen, die heißen wirklich so).

    Dass der Kreis die Allee sperren ließ, gehört entweder in die Rubrik „Ass-Keeping“ oder in das PR-Konzept des Vize-Landrates. Es gab viele Stellen auf Barnimer Kreisstraßen, die dieser Obhut eher bedurft hätten.

    Ich schreibe es immer wieder: Herr Jankowiak, fangen Sie mit der Baumpflege an! Sonst wird kein Kommunalversicherer den Kreis mehr zu normalen Konditionen versichern.

    Fällung ist nicht – B A U M P F L E G E ist angesagt!