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logo-mva.jpgDer Unternehmerverband Barnim befürwortet die Errichtung einer Sondermüllverbrennungsanlage im Raum Eberswalde. Nach Angaben der Märkischen Oderzeitung bekundete dies der Vorstandsvorsitzende Peter Heilmann, auf dem Neujahrsempfang des Verbandes.

Heilmann wandte sich in seiner Rede gegen eine „vorschnelle Verteufelung der Anlage und hysterisch geprägte Positionen“. Wenn „der neueste Stand der Technik zur Anwendung kommt und die gesetzlich vorgeschriebenen Emissionswerte zu mindestens 100 Prozent eingehalten werden“, teile er die Meinung der Befürworter dieser Anlage.

Neben der augenscheinlichen Abwertung berechtigter Ängste und Einwände aus der Bürgerschaft scheint die Sicht des Barnimer Verbandsvorsitzenden von einer vorsintflutlichen Betrachtung des Wirtschaftsbegriffes geprägt, nach dem „rauchende Schornsteine“ grundsätzlich gut für eine Region sind. In Eberswalde aber ist eine Sondermüllverbrennungsanlage deutschlandweit unbekannten Ausmaßes geplant. Für einen Großteil der Schadstoffe , die entstehen werden, gibt es derzeit keine Messverfahren, so dass man sich nicht auf die Einhaltung von Grenzwerten zurückziehen kann. Die Anlage bedroht in diesem Sinne den Wirtschaftsraum Eberswalde in seiner Eigenschaft als Gesundheitsstandort und Tourismusregion. Das kann auch Peter Heilmann eigentlich nicht wollen.

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2 Kommentare zu “Unternehmerverband Barnim für Sondermüllverbrennung in Eberswalde”
  1. Stefan Reckin sagt:

    Jede Meinungsäußerung zum Thema “Sondermüllverbrennungsanlage in Eberswalde” sollte unter Betrachtung der Umstände, unter denen sie getätigt wird gesehen werden. Einige Unternehmer erwarten möglicherweise Aufträge von einer Müllverbrennungsanlage. andere sind bereits jetzt an das Schrott-Unternehmen Steil über Verträge gebunden, egal ob es sich dabei um die Produktion oder die Verwaltung (z.B. Arbeitsschutz, o. ä.) handelt. Natürlich sehen Menschen, die in unmittelbarer Nähe ihren Lebensmittelpunkt haben dieses völlig anders, denn sie werden die persönlichen Veränderungen für sich, ihre Kinder und ältere Familienmitglieder nicht nur beim nächsten Arztbesuch sondern auch in der eigenen Geldbörse spüren. Spätestens dann, wenn es an den Hausverkauf geht. Dann kann der Schaden für jeden einzelnen auf den Euro genau beziffert werden.
    Viele Menschen glauben heute noch, dass etwas, was man nicht sehen kann, auch nicht gefährlich ist. Darunter scheinen überdurchschnittlich viele Unternehmer zu sein. Es ist allerdings genau umgekehrt, denn Feinststäube sind nicht sichtbar, wenig erforscht und überaus gefährlich.

  2. [...] in der Gesundheits- und Tourismusregion. Befürworter fand Steil lediglich in den Reihen des Barnimer Unternehmerverbandes. Andere , wie der Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen (CDU), äußerten sich [...]

  3.  
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