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Nestbeschmutzer – In Panketal wird wieder aufgeräumt

Nachdem die Löschung kritischer Äußerungen im Gästebuch von www.panketal.de mehrheitlich Ablehnung hervorrief, melden sich jetzt die ersten Befürworter der willkürlichen und selektiven Entfernung bestimmter, anonymer Beiträge.

So bemerkt Nadine Muth, Betreiberin der Webseite www.pankesurfer.de , „dass anonyme Beiträge mit gutem Grund gelöscht werden sollten. (…) Den Bürgern stehen die konventionellen Wege zur Beschwerdeführung offen, ob direkt an die Verwaltung oder öffentlich über die Medien. Anonymen Nestbeschmutzern muss die offizielle Seite des Ortes keine Plattform bieten.“

Obgleich man trefflich darüber streiten könnte, warum es dem Bürgermeister einer Gemeinde erlaubt sein soll sich eine ihm genehme Sicht der Wirklichkeit auf einer steuerfinanzierten Domain „zurechtzuzensieren“, birgt der Begriff „Nestbeschmutzer“ viele bemerkenswerte Facetten mit denen sich eine Beschäftigung lohnt.

Zunächst ist die Bezeichnung ein offizielles Schimpfwort, das in keiner einschlägigen Auflistung fehlt. Interessant ist der geschichtliche Hintergrund. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia berichtet hierzu:

Anfang des 20. Jahrhunderts machten sich einige Journalisten und Schriftsteller in den USA um die systematische Aufdeckung von Mißständen verdient. Sie enthüllten schmutzige Geschäfte, Filz, Vetternwirtschaft , Korruption in Wirtschaft und Politik. Der damalige US-Präsident Theodore Roosevelt versuchte diese Journalisten als muckraker (engl. für Mistkratzer, Schmutzaufwühler, Nestbeschmutzer) zu diffamieren. Die Angegriffenen indessen übernahmen das Schimpfwort als Ehrentitel. Die Öffentlichkeit verfolgte die Enthüllungen mit wachsendem Interesse, und schließlich entwickelte sich eine Bewegung (muckralking movement), das viele gerichtliche Untersuchungen der Affairen und einige gesetzgeberische Reformen bewirkte.

Mit dem Terminus Nestbeschmutzer bezeichnet man im Sprachgebrauch Menschen, welche das soziale und politische System, in dem sie selbst leben, kritisieren und Missstände aufzeigen. Oft werden so die Aufzeiger von Missständen anstatt der Verursacher diffamiert.

Quelle: Wikipedia

Der Schweizer Schriftsteller Max Frisch hat einmal gesagt:

Die das Nest schmutzig machen, zeigen empört auf einen, der ihren Schmutz bemerkt und nennen ihn den Nestbeschmutzer.

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Veröffentlicht von

Stefan ist von Beruf Sozialarbeiter und arbeitet mit chronisch kranken Menschen. Der 2-fache Familienvater ist Autor verschiedener Websites und gelegentlich auch noch als Sänger aktiv. Als leidenschaftlicher Naturschützer wurde er unlängst in die Panketaler Gemeindevertretung gewählt. Weitere politische Schwerpunkte sind die Ortsentwicklung, sowie soziale Themen.

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