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ahornallee-bei-danewitz.jpgUngeachtet der anhaltenden Proteste gegen die Ausnahmegenehmigung zur Rodung von rund 700 gechützten Alleebäumen, die die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Barnim dem Bauordnungsamt des Landkreises Barnim erteilt hat, hält die Kreisverwaltung an Ihrem Terminplan fest. Vize-Landrat Carsten Bockhardt bestätigte am Freitag auf Nachfrage, dass die Ausschreibung für die Fällarbeiten in den kommenden Tagen in der Regionalpresse und im Ausschreibungsblatt veröffentlich werden soll. Der Zuschlag für den Auftrag soll dann Mitte Februar 2007 erfolgen.

Selbst für eine beschränkte Ausschreibung, die nach geltendem Recht nicht möglich ist, wäre solch ein Fahrplan schon knapp bemessen. Für ein europaweites öffentliches Vergabeverfahren erscheint mir der Zeitrahmen von weniger als zwei Monaten zwischen dem Beschluss des Kreisausschusses (18.12.2006) und der beabsichtigten Vergabe Mitte Februar 2007 sehr klein. Firmen, die nicht zum Zuge kommen, werden sich bei Einsprüchen gegen die Vergabe vermutlich auf die zu kurzen Fristen berufen können.

Die Märkische Oderzeitung berichtete in ihrer heutigen Ausgabe ebenfalls über die gestrige Übergabe von 1234 Protestunterschriften an den Vize-Landrat (wir berichteten gestern). Der Artikel ist meines Erachtens sehr einseitig ausgefallen, hart an der Grenze zur Hofberichterstattung. Der Standpunkt des Landkreises, dass Ausbau der Straße bei Erhalt der Bäume nicht realisierbar sei, wird besonders heraushehoben. Das alternative Planungsgutachten, das dem Landrat seit Wochen vorliegt und dessen Berücksichtigung von der Grünen Liga und der Bürgerinitiative gefordert wird, wird in der MOZ mit keinem Wort erwähnt, obwohl es am Freitag Gegenstand der Gespräche zwischen den Naturschützern und dem Vize-Landrat war. Nach diesem Gutachten ist ein förderfahiger Ausbau der Straße unter Erhalt der geschützten Allee sehr wohl möglich, lieber Redakteur von der MOZ.

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3 Kommentare zu “Ab Mitte Februar 2007 will der Landkreis roden – wenn er kann”
  1. [...] Rettet die Allee Rüdnitz -Danewitz! (46) So sind jedenfalls die Pläne. Die Ausschreibung wurde vom Kreisausschuss des Barnimer Kreistages verabschiedet. Es gab nur einen Aufrechten, der dagegen stimmte: Allerhöchsten Respekt, Herr Dr. Spangenberg! 1234 Bürgerinnen und Bürger haben mit ihrer Unterschrift in Danewitz, Rüdnitz, Eberswalde und Bernau für einen Straßenbau ohne Abholzung der Allee protestiert. Die Unterschriften wurden am Freitag am Sitz des Landrates an Vize-Landrat Bockhardt übergeben. Bericht und Pressestimmen beim Barnim-Blog. [...]

  2. Soeben habe ich versteckt auf der Landesseite der heutigen MOZ (28.12.06; S. 2, rechts unten) einen Leserbrief der Danewitzerin Manuela Kirchner (Titel: Naturschutz wird zur Gefahrenquelle) gefunden, in dem wieder die Unwahrheit über den Zustand der Alleebäume nachgeplappert wird. Zitat: … in welchem desolaten Zustand sich die meisten der Bäume an dieser Straße befinden…”
    Hierzu fällt mir Orwell in “1984″ ein: “Und wenn alle und alle und alle immer wieder das gleiche sagen, dann wird die Lüge zur Wahrheit und geht in die Geschichte ein.”
    In diesem Sinne einen schönen Abend
    Andreas

  3. [...] Vergangenen Freitag ist mir fast eine Feder gewachsen, als ich im Barnim-Echo, dem Lokalteil der Märkischen Oderzeitung drei Leserbriefe nebeneinander las, die unisono der Obrigkeit huldigten dankten, dass nun endlich unsere Allee gefällt werden soll. Alle bezogen sich auf den gleichen Artikel in der MOZ. Merkwürdiger Artikel und merkwürdige Häufung gleichlautender Leserbriefe. Ich habe als Teilnehmer der Veranstaltung beim Landrat dort ganz andere Dinge gehört, als in der MOZ zu lesen waren. [...]

  4.  
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