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Die schönen Seiten des Barnim

leonardo-da-vinci.jpgFrührenaissance und Sandstein in der Rüdnitzer Kirche
Die Siedlungsgeschichte von Rüdnitz reicht bis in die Bronzezeit zurück. Um 1880 wurde nördlich des Dorfes am Weg zur Langerönner Mühle ein großes bronzezeitliches Flachgräberfeld entdeckt und aufgeschlossen.

altar-in-rudnitz.jpgRüdnitz wurde erstmals 1375 im sogenannten Carolinischen Landbuch als Ausstattungsdorf des Schlosses Biesenthal urkundlich erwähnt. Die Rüdnitzer Feldsteinkirche ist frühgotisch und weist schon äußerlich einige Besonderheiten auf. Die Westseite mit dem viereckigen Turm und seiner barocker Haube wurde 1733 bis 1735 neu errichtet und ist völlig ohne Portal und Fenster. Das Kirchenschiff wird von Norden betreten, ein zweites Schiffsportal im Süden ist vermauert. Daneben existiert jedoch noch eine Priesterpforte.

Leonardo da Vinci auf der Predella
Bemerkenswert ist der Frührenaissancealtar von 1530, der noch den Typ eines Schreines mit beweglichen Flügeln und geschnitzten Darstellungen zeigt.

leonardo-da-vinci.jpgDie Seitenschreine sind geschmückt mit den Figuren des Paulus, Petrus und Johannes sowie einem Bischof, vermutlich Jacobus, sowie Maria, Maria Magdalena und Johannes dem Täufer mit Lamm. Das Altarmittelstück zeigt die vier Evangelisten, bis auf Johannes bärtig und mit aufgeschlagenen Büchern. Interessant auch die Predella, die eine Kopie des Abendmahlgemäldes von Leonardo da Vinci trägt.

Älteste Kanzel der Mark
Das eigenartigste Ausstattungsstück der Rüdnitzer Kirche ist die achteckige Sandsteinkanzel, die neben dem Triumphbogen zwischen Schiff und Chor steht. Fünf gemauerte Stufen führen zu der Kanzel aus dem frühen 17. Jahrhundert, die blau, weiß und golden bemalt ist. Der Aufbau ist mit neun Engelsköpfen aus rotem Ton, Blattornamenten im Stil der späten Renaissance und Buckelverzierungen geschmückt. Die Rüdnitzer Sandsteinkanzel soll die älteste erhaltene Kanzel in der Mark Brandenburg sein.

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