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Ausschreibung für Fällarbeiten verabschiedet – Proteste halten an

markischer-markt.jpgUngeachtet der weiter anhaltenden Bürgerproteste gegen die geplante Rodung von rund 700 Ahornbäumen in einer geschützten Allee an der Kreisstraße 6005 Rüdnitz – Danewitz hat der Kreisausschuss des Kreistages in nicht öffentlicher (!) Sitzung die Ausschreibung zur Alleenrodung auf den Weg gebracht, wie heute die Märkische Oderzeitung berichtet. Dass bereits eine Ausschreibung -es ging noch nicht um die Auftragsvergabe- hinter verschlossenen Türen behandelt wurde, wirft erneut eine Reihe von Fragen zum gesamten Verfahrensverlauf auf. Bei der Größenordnung des Auftrages und des geplanten Einsatzes von EU-Fördermitteln müßte vermutlich ohnehin europaweit ausgeschrieben werden. Meine Suche nach der Ausschreibung in den Ausschreibungsblättern und -datenbanken blieb bislang leider erfolglos. Um sachdienliche Hinweise wird gebeten.

Weitere Medienstimmen der letzten Tage zur Danewitzer Alleerodung:
Die Märkische Oderzeitung berichtete am Montag über den ersten Tag der Unterschriftenaktion der Bürgerinitiative zum Erhalt der Allee. Die Hamburger Morgenpost hatte bereits in der vergangenen Woche von der Rüdnitzer Baumbesetzung berichtet, wie wir von Valentin erfuhren (Danke für den Hinweis!). Der Märkische Markt widmet der Baumbesetzung heute einen großen Artikel auf seiner Titelseite. Darin wird insbesondere der Vergleich der K6005 mit der Kreisstraße Grüntal – Tuchen hervorgehoben, wo eine Sanierung ohne Rodung der geschützten Kastanienallee erfolgte.

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Quelle: Märkischer Markt, 20./21. Dezember 2006

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2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Pingback: Der Rüdnitzer » Europaweite Ausschreibung für Alleenrodung?

  2. Sehr gut recherchierter Artikel!
    Ich habe dabei nur eine Anmerkung : Bei den jüngsten Stürmen fiel nur Laub; die Äste blieben oben. Und eine bessere Baumpflege für Alleen ist in Brandenburg allerorts angesagt.
    Daher mehr Appell an die Kreisverwaltung als Auftraggeber: Alleen geben uns so viel und sind eben nicht nur ein Kostenfaktor!!! Die billigste Firma auszuwählen heißt grundsätzlich, Alleebäumen Stümpern auszusetzen. Und das wäre aktive Wertevernichtung pur.Da muss endlich ein Umdenken her. Aus Liebe zur Region, Frau Opfermann!