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Dagmar Enkelmann und Katharina Tomaschek bei Tannen-Gesche

Tannen-Gesche und Dr. Steiner in DanewitzDie Initiative zur Rettung der Allee Rüdnitz – Danewitz hat am Sonnabend in Danewitz mehr als 300 Unterschriften für die Erhaltung der wertvollen Ahornallee entlang der Kreisstrasse 6005 gesammelt. 181 Unterschriften kamen von Barnimer Bürgern, vor allem aus Biesenthal, Rüdnitz und Bernau, die bei Tannen-Gesche ihren Weihnachtsbaum holten. Aber auch Eberswalder, Werneuchener und Wandlitzer, denen der Adventsausflug ins märkische Backofendorf schon zur lieben Tradition geworden ist, setzten ihre Unterschriften auf die Listen. 95 Berliner waren ebenso empört über die Kahlschlagpläne der Barnimer Kreisverwaltung wie 26 Einwohner aus den Barnimer Nachbarkreisen Märkisch Oderland und Oberhavel.

Tannen-Gesche und Dr. Steiner in DanewitzGefreut hat die Mitstreiter von Stefan Stahlbaum und Dr. Andreas Steiner besonders, dass viele der Weithergereisten über die Vorgänge an unserer Allee genauestens Bescheid wussten. Offenbar ist es den Leuten nicht egal, wo sie jährlich den „Boom“ holen. Man fährt nach Danewitz auch wegen der Wege dorthin – entlang unserer Alleen.

Das Entsetzen über die Pläne der Kreisverwaltung Barnim, hier rund um Danewitz einen Kahlschlag zu veranstalten, stand vielen Käufern buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Katharina Tomaschek unterstützte diesmal die Alleebefürworter beim Sammeln von Unterschriften. Sie musste allerdings jugendlichen Fans auch schon mal selbst Autogramme geben, so dass so was wie Unterschriftentausch zu beobachten war.

Neben Katharina war noch eine weitere prominente Barnimerin bei Tannen-Gesche zu sehen: Dagmar Enkelmann. Sie betonte, dass sie sich bereits an anderer Stelle für den Erhalt der Allee einsetze und deshalb kein Autogramm geben wolle.

Dagmar Enkelmann ist demnach für unsere Allee engagierter als die PDS-Fraktion in Biesenthal. Die Genossinnen und Genossen hatten am 19. Oktober 2006 leider nicht verhindert, dass die Stadtverordnetenversammlung die Fällung der Allee an der K6005 befürwortete (Beschluss 29/2006). Ich unterstelle, dass sie es auch nicht ernsthaft versucht haben. Mein offener Brief vom 16.08.2006 an die Stadtverordneten blieb in der Sache unbeantwortet.

Über 300 Unterschriften für die Erhaltung der Allee kommen nun zu denen hinzu, die die Alleenschützer in den vergangenen Tagen bereits fleißig gesammelt haben. Herr Landrat Ihrke, Sie werden das alternative Planungsgutachten von Dr. Hunger, das Sie bereits tief im Schreibtisch verbuddelt haben, noch mal hervorholen müssen.

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7 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Wut und Ohnmacht verspüre ich wenn ich die Artikel lese oder/und mit offenen Augen durch unser Barnimer-Land ziehe. Kann es denn wirklich sein, das sich Menschen, dessen Fachwissen ich stark anzweifel über Leben entscheiden was hunderte von Jahren überlebt hat? In den letzten Jahren verstärkt (warum ?) wurden Entscheidungen getroffen, die zu ungunsten der Alleebäume aus gingen und es ist denen zu verdanken, die sich genau wie hier, dafür einsetzen, dass der Kahlschlag nicht noch größer wurde. Aber immer wieder müssen wir merken, das wir an bürokratische Grenzen stoßen, die eine Fällung nicht mehr verhindern lassen. Ich finde es eine Unverschämtheit, das zum Beispiel eine Straßenmeisterei darüber entscheiden kann, ob ein Baum gefällt wird oder nicht. Noch schlimmer ist oft die Ausführung von sogenannten kosmetischen Eingriffen, die die Sicherheit auf den Strassen erhöhen soll. Sehr oft sind solche Maßnahmen schuld, dass der Baum erst recht abstirbt und zur Gefahr wird. Wie kann es sein, das in einem Landkreis, wo wir solch Potential wie die Fachhochschule haben und wo auch unteranderm das Fachgebiet „Tourismus“ gelehrt wird, es zu solchen erschreckenden Maßnahmen kommen kann?? Das dort auch Menschen studieren, die ihre Sache ernst nehmen, sehen wir ja in Form von Frau Tomaschek. Ich hoffe sehr, dass sie nochmehr kompetente Mitstreiter bewegen kann, die durch ihr Fachwissen den Behörden einen Gegenpol bietet. Und alle diejenigen, die immer wieder den Raubbau an Tropenhölzer propagieren, sei gesagt: „Warum in die Ferne schweifen, das Schlechte liegt so nahe“

  2. Ob BAR, MOL, OHV oder B, alle holen Ihren Weihnachts-„Bohm“ bei Tannen-Gesche in Danewitz (Landkreis Barnim). Denn Tannen-Gesche hat wirklich die größte Auswahl an schönen Bäumen vor der Tür!

  3. @Thomas: Dass im Landkreis Barnim die Untere Naturschutzbehörde Teil des Bauordnungsamtes ist, ist ein Hohn und ein Skandal. Der Gipfel ist, dass nun im Barnim mit EU-Mitteln Alleen geerntet werden. Die Firmen, die das betreiben, nennen sich heuchlerisch und doppelzüngig Biomassehöfe.

    Was die Fachhochschule angeht (und wohl auch den Forstbotanischen Garten):

    Es gibt dort auch untern den Hochschullehrern viele Sympathisanten und Alleebefürworter. Ich wünschte, dass diese einen größeren Einfluss auf den sogenannten Naturschutzbeirat des Landkreises nähmen.

    Dieser hat sich leider vom Landrat instrumentalisieren lassen, wie man am Briefwechsel zum Thema Tuchener Linden und auch beim aktuellen Skandal in Rüdnitz und Danewitz gut nachvollziehen kann.

  4. Die Angelegenheit „Tuchener Linden“ wird gesonderter Tagesordnungspunkt unserer ersten A5-Sitzung im neuen Jahr sein. Dies teilte mir der Kreistagsabgeordnete Prof. Elsner auf Anfrage mit. Die Chefin der Unteren Naturschutzbehörde, Frau Opfermann, wird sich also diesbezüglich vor dem Ausschuss erklären müssen…

  5. Auch die Rolle des Barnimer Naturschutzbeirates muss hinterfragt werden. Soweit mir bekannt ist es ein von der Unteren Naturschutzbehörde berufenes (und nicht demokratisch gewähltes) Fachgremium. Es sei betont: An der fachlichen Kompetenz der Mitglieder ist nicht zu zweifeln, jedoch an der verwaltungsbezogenen Unabhängigkeit einiger honoriger Herren. Diesen Hintergrund muss man wissen, wenn man die Entscheidungen dieses Gremiums einordnen will.

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