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Baumbesetzung in Rüdnitz gegen die Rodung von 700 Bäumen

Katharina TomaschekUmweltaktivistin Katharina Tomaschek besetzt Ahornbaum und protestiert gegen die Abholzung der Allee zwischen Rüdnitz und Danewitz
Ein ökologischer Kahlschlag der „Allee Rüdnitz-Danewitz“ wird immer wahrscheinlicher. Seit Dienstag besetzt eine Aktivistin einen der Ahornbäume. Mit ihrer symbolischen Aktion protestiert Katharina Tomaschek gegen die geplante Rodung der Bäume, die dem Ausbau der wenig befahrenen Kreisstraße 6005 zwischen Rüdnitz und Danewitz zum Opfer fallen sollen.

Die Allee Rüdnitz-Danewitz ist eine der ältesten und schönsten noch zusammenhängenden Ahornalleen im Land Brandenburg. Mit ihrem geschlossenen Kronendach stellen die über 700 Bäume einen wertvollen Landschaftsbestandteil und ein touristisches Highlight im Barnim dar. Im Zuge von Straßenverbreiterungsarbeiten will die Kreisverwaltung Barnim die Allee vollständig beseitigen lassen. Über 2,5 Millionen Euro an EU- Mitteln sollen in ein schlecht vorbereitetes Projekt verbaut werden. Für die insgesamt 4,7 Kilometer lange Kreisstrasse würden die Kosten mehr als 400 Euro pro laufenden Meter betragen. Tatsächlich aber wäre eine deutlich günstigere Erneuerung der Fahrbahn aus verkehrstechnischer Sicht möglich und ausreichend.

Seit Dienstag besetzt die Aktivistin und Forstwirtin Katharina Tomaschek (26) einen der Alleebäume um auf die Behördenwillkür aufmerksam zu machen. „Es ist unbegreiflich, mit welchen Argumenten die Fällung einer ganzen Allee genehmigt wird. Die Ahornbäume sind in einem ausreichend vitalen Zustand“, so Tomaschek. „Ein von Dr. Hunger vorgelegtes Baugutachten zeigt, dass die Straßenerneuerung wesentlich günstiger und unter Erhalt sämtlicher Alleebäume möglich ist. Das Alleenmassaker scheint beschlossen und abgesegnet zu sein, anders ist die Starrköpfigkeit der Behörden nicht zu erklären. Deshalb habe ich mich entschieden, zivilen Ungehorsam gegen diese Art von staatlichem Unfug zu leisten“.

Katharina Tomaschek sagt in Ihrer Rüdnitzer Erklärung:

Seit mehreren Monaten setzen sich Alleenfreunde und Naturschutzverbände aus der Region und von außerhalb für den Erhalt der „Allee Rüdnitz-Danewitz“ ein. Es wurde eine realisierbare Alternativplanung für die Straßensanierung vorgelegt. Zudem bestätigt ein vom Landkreis beauftragtes Gutachten, dass die Alleebäume eine ausreichende Vitalität und Standfestigkeit besitzen.

Ganz offensichtlich haben aber die Barnimer Behörden kein Interesse am Erhalt der Ahornallee. Ich habe mich deshalb entschieden, zivilen Ungehorsam gegen diese Art von staatlichem Unfug zu leisten.

Mit meiner Baumbesetzung fordere ich den Erhalt der Ahornallee Rüdnitz-Danewitz!

Vollständige Pressemitteilung: pressemitteilungen-katharina-tomaschek.PDF

Katharina Tomaschek

Wir werden hier in den nächsten Stunden weiter berichten und Bilder von Geschehen an der Danewitzer Straße in Rüdnitz liefern.

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  7. Hallo, liebe Umweltschützer,

    ich war heute morgen, als ich am Frühstückstisch über Antenne Brandenburg über die Aktion der Umweltorganisationen erfuhr, sehr erfreut und gerührt, dass die jungen Menschen sich wiederum so aktiv für den Erhalt der Alleen in Brandenburg einsetzen. Schade, dass ich schon so alt bin (Rentnerin), ich würde Euch tatkräftig unterstützen, wenn ich jünger wäre.

    Ich danke Euch für Euren Einsatz für den Erhalt unserer Umwelt und wünsche Euch viel Erfolg.

    Auch wir haben durch verschiedene Mails an die Verantwortlichen
    gefordert, diesen Unsinn zu stoppen – leider ohne Reaktion.

    Rainer und Elke Münchhausen