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Alleenrodung an der K 6005 jetzt auch Thema im Landtag Brandenburg

adventsmorgen.jpgParlamentarische Anfrage zu Rüdnitz und Danewitz
Wir leben ja in einer parlamentarischen Demokratie und gewählte Abgeordnete vertreten unsere Interessen in den Parlamenten, so auch im Brandenburger Landtag. Wenn denen die Handlungen der Regierenden nicht transparent sind, fragen sie diese in einer parlamentarischen Anfrage. Da gibt es natürlich provokante Anfragen der Opposition genauso wie Gefälligkeitsanfragen aus den Reihen der Koalition, damit sich die Regierenden mal in ihrem eigenen Glanz sonnen können.

Und da gibt es auch ehrliche Anfragen von Parlamentariern, wenn ein Minister oder die ihm unterstehenden Ämter Zweifel am Sinn ihrer Handlungen aufkommen lassen.

Seit 28. November gibt es die Kleine Anfrage 1517 des Abgeordneten Dr. Jens Klocksin (SPD) an die Brandenburger Landesregierung, die wir wegen ihrer Brisanz hier voll wiedergeben:

Geplante Straßenbauarbeiten an der Kreisstraße 6005 zwischen Rüdnitz, Danewitz und der Landstraße 29 (Landkreis Barnim)

Bei der Kreisstraße 6005 zwischen Rüdnitz über Danewitz bis zur Landstraße 29 (Landkreis Barnim) handelt es sich um eine nachrangige Ortsverbindungsstraße im ländlichen Raum mit einem täglichen Verkehrsaufkommen von etwa 250 Fahrzeugen pro Tag. Im Rahmen eines Straßenausbauprojektes plant die Kreisverwaltung Barnim auf einer Länge von etwa 5,5 km die Fahrbahn von 4,50 m auf 5,50 m zu verbreitern. Um einen solchen Straßenausbau realisieren zu können, soll der gesamte Alleenbaumbestand, bis auf wenige Lindenabschnitte (insgesamt 24 Winterlinden), beseitigt werden.

Die „Allee Rüdnitz-Danewitz“ ist eine der schönsten, noch weitgehend zusammenhängenden Ahornalleen im Land Brandenburg. Die 726 über hundert Jahre alten Bäume, stellen einen wertvollen Landschaftsbestandteil und ein touristisches Highlight im Landkreis Barnim dar. Eine Rodung der Allee würde einen gravierenden Eingriff in den Natur- und Landschaftshaushalt bedeuten.

Ich frage die Landesregierung:

  • 1. Welche Kosten wird das Straßenbauprojekt an der K 6005 insgesamt in Anspruch nehmen und wie teilen sich diese auf die verschiedenen Baumaßnahmen auf?
  • 2. Welche Fördermittel des Landes, des Bundes oder der EU wurden für die geplante Straßenbaumaßnahme bewilligt?
  • 3. Sind diese Fördermittel projektbezogen beantragt worden oder auch anderweitig verwendbar?
  • 4. Wie bewertet die Landesregierung die geplante Straßenbaumaßnahme an der K 6005 aus ökonomischer und naturschutzfachlicher Sicht?
  • 5. Wie verhält sich die von der Kreisverwaltung Barnim beabsichtigte Komplettfällung des Alleenbaumbestandes an der K 6005 in Bezug auf § 31 Bbg-NatSchG, wonach Alleen nicht beseitigt, zerstört, beschädigt oder sonst erheblichoder nachhaltig beeinträchtigt werden dürfen?
  • 6. Auf welche Weise dürfen von der Unteren Naturschutzbehörde Barnim etwaige Befreiungen von den einschlägigen Regelungen des BbgNatSchG begründet werden?

Jetzt sind Sie dran, Herr Minister Woidke.

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Spitzahorn in Rüdnitz, Danewitzer Straße 7, Erster Advent 2007

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2 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Pingback: Der Rüdnitzer » Rüdnitzer Allee Thema im Brandenburger Parlament

  2. Herrschaftszeiten Minister Woidke!!! Lassen Sie die Kirche im Dorf und um Himmels Willen diese schöne Allee stehen!!!