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Vor der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 gehörten weite Teile des heutigen Berlin zum brandenburgischen Kreis Niederbarnim. Berliner Ortsbezeichnungen wie “Oranienburger Tor” oder “Königstor” zeigen, dass Reinickendorf, Tegel, Wittenau, Pankow, Hohen-Schönhausen, Nieder-Schönhausen, Blankenburg, Buch, Weißensee, Lichtenberg, Friedrichsfelde und Friedrichshagen selbständige Gemeinden vor den Toren der Stadt waren. Die Niederbarnimer Orte Moabit und Wedding waren schon 1861 von Berlin eingemeindet worden.

Der Niederbarnim reichte im Norden bis nach Groß Schönebeck in der Schorfheide, im Westen bis nach Oranienburg und an die Stadtgrenze von Spandau, im Süden bis an die Spree und im Südosten bis nach Rüdersdorf.

Die Verwaltung und der Landrat saßen aber immer in Berlin, also gewissermaßen im Exil. 1952 wurde der Landkreis Niederbarnim in die DDR-Kreise Oranienburg, Bernau und Strausberg aufgeteilt, die nach der letzten politischen Wende wiederum Teil der größeren Kreise Oberhavel, Barnim und Märkisch Oderland wurden.

kreistag-barnim-2006-11-29.gifAus der Exilzeit der Niederbarnimer Verwaltung muß aber noch ein Koffer in Berlin verblieben sein, denn darüber tagte und verhandelte heute der Barnimer Kreistag in nichtöffentlicher Sitzung.

Keine Ahnung, was wohl in dem Koffer drin ist.

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