web analytics

Müllverbrennung in Eberswalde

Der geplante Bau einer Müllverbrennungsanlage und Gewerbemüllaufbereitungsanlage durch die Theo Steil GmbH war das heißeste Thema im kürzlich beendeten Bürgermeisterwahlkampf in Eberswalde und erregt weiterhin die Gemüter. Der Standort ist am Oder-Havel-Kanal unweit der Großbäckerei Märkisch-Edel vorgesehen. Lecker.

Weitere Informationen über diese Anlage, die in den Planungsunterlagen auch schon mal liebevoll und verharmlosend EVA (Energetische Verwertungsanlage) genannt wird, findet man auf der Website der Bürgerinitiativen für eine gesunde Umwelt Eberswalde und Schorfheide.

Müllverbrennung in Eberswalde auf Facebook teilen
Müllverbrennung in Eberswalde auf Twitter teilen
Müllverbrennung in Eberswalde auf Google Plus teilen

Ähnliche Artikel:

8 Kommentare » Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Pingback: Der Rüdnitzer » Geplante Müllverbrennung im Barnim

  2. Pingback: Der Rüdnitzer » Neues Barnim-Blog ist online!

  3. Offener Brief und Anfrage an die Stadtverordnetenversammlung am 30.11.2006 zur Errichtung einer Sondermüllverbrennungsanlage der Fa. Theo Steil GmbH in Eberswalde

    Mein Appell richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Eberswalde und der Gemeinde Schorfheide, ihre Bürgermeister, Stadtverordneten bzw. Gemeindevertreter:
    Die Diskussion darüber, ob die geplante Müllverbrennungsanlage dem Niveau eines „Trabanten“ oder „Mercedes“ entsprechen sollte, ist nicht zielführend. Ziehen Sie gemeinsam an einen Strang, um dieses „Ding“ vor Ihrer Haustür zu verhindern!
    Zwistigkeiten bzw. Befindlichkeiten zwischen Parteien, Organisationen und Menschen sowie persönliche Profilierung sind jetzt fehl am Platz. Nur wenn wir uns einig sind, haben wir eine Chance. Unterstützen Sie die Bürgerinitiative für eine gesunde Umwelt und kämpfen Sie gegen die Errichtung einer Müllverbrennungsanlage in Eberswalde, wie ich dies auch tun werde.
    Ohnehin wird es ein schwerer Kampf werden, diese Anlage zu verhindern. Wenn die Firma Theo Steil GmbH eine Baugenehmigung hat, die Auflagen erfüllt bzw. die Emissions-Grenzwerte eingehalten werden, so wird dem Landesumweltamt gar nichts anderes übrig bleiben, als die Anlage zu genehmigen. Dann hilft nur noch massiver Bürgerprotest. Denn wenn die Müllverbrennungsanlage hier erst einmal errichtet ist, wird man sie auf politischen Wege nicht mehr wegbekommen. Vielmehr sind weitere Zuwächse an Kapazitäten, sowohl qualitativer als auch quantitativer Art, zu befürchten.

    Meine Anfrage an die Damen und Herren Stadtverordneten:

    1. Inwieweit ist die Errichtung einer Müllverbrennungsanlage mit den Grundsätzen im neuen Entwurf des Leitbildes „Eberswalde 2020“ vereinbar?
    2. Steht dieses Vorhaben nicht den darin verankerten Aussagen wie „Lebensqualität ist unsere Stärke“ und „Wir sind eine attraktive Region für Menschen jeden Alters“ sowie der Konzeption, den Barnim schwerpunktmäßig zu einer Gesundheits- und Tourismusregion zu entwickeln, entgegen?
    3. Wenn Sie erklären sollten, dass die Errichtung einer Müllverbrennungsanlage mit den o.g. Grundsätzen konform ist, inwieweit hat das Leitbild „Eberswalde 2020“ dann in der praktischen Umsetzung überhaupt noch nützlichen Leitbildcharakter?

    Dr. Andreas Steiner (SPD-Finow)

  4. Die Gefahren, die von der Sondermüllverbrennungsanlage ausgehen, sind nicht zu leugnen, obwohl das immer wieder von der Betreiberseite aus versucht wird.
    Die BRD importiert zur Zeit Sondermüll aus aller Welt, um die
    Überkapazitäten der (Sonder)Müllverbrennungsanlagen zu nutzen.
    Vgl. Die Statistiken des Bundesumweltamts (www.bundesumweltamt.de/Abfallwirtschaft…)
    Vgl. Spiegel, Nr.8,2007 S.,34ff
    Theo Steils Anlage ist hoch spekulativ und wird sich nur rechnen, wenn der Trend zu wachsenden Sondermüllimporten anhält. Zugleich heizt er natürlich diesen Trend an.
    Wem seine Gesundheit lieb ist – und die seines Nachbarn – der sagt nein zur Sondermüllverbrennungsanlage in Eberswalde.

  5. Das Unternehmen „Theo Steil GmbH“ ist auf verschiedenen Gebieten zertifiziert. Hierzu der folgende Link als Beispiel: .
    Die Anlage soll mindestens 90000 Tonnen Sondermüll verbrennen. Davon fallen in Eberswalde 35000 Tonnen an und in Trier 35000 Tonnen. Das Unternehmen besitzt einige weitere „Filialen“ und sollte ohne Probleme die benötigte Menge „Sonder- bzw. Giftmüll“ zusammenbekommen. Hierzu reicht es, sich die Zertifikate der verschiedenen Standorte zu verinnerlichen.

    Da von einer Kraft-Wärme-Kopplung völlig abgesehen wurde, die entstehende Wärme in die Atmosphäre abgegeben wird (Förderung des Klimawandels) und somit ein Umweltaspekt pro Anlage nicht erkennbar ist, scheint nicht nur die Anlage selbst betrachtenswert, sondern auch die kostentechnische Ist-Situation. Die aktuell anfallenden Opportunitätskosten für die (Fremd)entsorgung des Sondermülls und die Energiekosten für den Betrieb der Anlage in Eberswalde würden wegfallen. In Addition zu den konkreten MVA-Zahlen scheint das unternehmerische Risiko dann doch nicht mehr so groß. Wie so oft liegt das Risiko (fast) allein bei den Anwohnern im Umkreis von mindestens 5km. Sie dürfen mit der eigenen Gesundheit und dem Wertverlust ihrer Grundstücke für dieses Projekt, das übrigens auch vom Land gefördert wird, bezahlen.
    Ein besonders mieses Gefühl dürfte bei den Menschen aufkommen, die sich an die Zeiten erinnern, wo der Westberliner Müll von der DDR gegen Devisen aufgekauft wurde. Nur dieses Mal handelt es sich nicht um Hausmüll, sondern ausschließlich um gewerbliche Abfälle und wie es immer so schön heißt, um „überwachungs- und besonders überwachungsbedürftige Abfälle“.
    Ein Szenario wäre z.B. die Verschrottung einer Chemieanlage. Nach dem Bau einer MVA in Eberswalde könnten die alten Kessel verschrottet und die Restchemikalien in Eberswalde bei nur 850 Grad Celsius gleich verbrannt werden.

    Die Führung des Unternehmens Steil versicherte gebetsmühlenartig auch auf die größten, auf konkreten Fakten beruhenden Zweifel, dass es für die Bevölkerung keinerlei Einschränkungen gesundheitlicher Art gäbe. Mittlerweile kannte jeder Eberswalder und Schorfheider die Phrasen schon auswendig. Der Text war bekannt, es fehlte nur noch eine Melodie und man hätte alles bei der nächsten Betriebsfeier singen können.
    Gerade deshalb sind viele Szenarien vom Störfall bis zur kompletten Havarie denkbar und bei allen scheint ein „Schrottunternehmen“, welches erstmals mit thermischer Abfallbehandlung konfrontiert wäre, völlig überfordert.

    Kaum ein Politiker bekennt sich klar zum Umweltschutz und gegen die MVA. Bierwirth, Gebriel und Co. glänzen durch Halbwissen und Kopfgeburten. Es gilt wieder die alte Regel 20/60/20. 20% der Politiker sind klar gegen die MVA und sagen dieses auch, z.B. der neue Eberswalder Bürgermeister. 20% sind dafür und tuen dieses kund und die restlichen 60% geben sich nach außen dagegen und innerlich sind sie, der Lobbyarbeit sei dank, dafür.
    Einzig die Bürgerinitiativen und damit der Druck der Bevölkerung haben bisher die Interessen der Bürger im Rennen gehalten. Wollen wir hoffen, dass zu den Anhörungen auch alle 2500 Einwender und viele, viele Zuhörer den Druck noch weiter erhöhen.

    Eine Woche soll alles beim jetzigen Stand der Dinge dauern. Warum nicht eine ganze Woche Urlaub nehmen und an jedem Anhörungstag Flagge zeigen, denn wenn die MVA kommt werden 3 oder 4 Wochen Jahresurlaub pro Jahr den Eberswaldern zur Erholung von der MVA nicht ausreichen. Soviel ist sicher.

  6. Pingback: Vor einem Jahr – Damals auf dem Barnim-Blog « BAR-blog | Wir bloggen den Barnim

  7. Müllverbrennung sichert den Energieabsatz für die Neuproduktion der verbrannten Stoffe. Kryo- Recycling und andere Verfahren sind die Alternative. Hintergrundinfos hier: